Dolomiten

Italien

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Touren
5.129
Hütten & POIs
3.343 m
Höchster Punkt
7.400
km² Fläche
Über Dolomiten
Die Dolomiten sind eine der spektakulärsten Gebirgsgruppen der Alpen und gehören seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Sie erstrecken sich über die italienischen Provinzen Südtirol, Trentino und Belluno sowie einen kleinen Teil Friauls und umfassen eine Fläche von etwa 16.000 Quadratkilometern. Der Name geht auf den französischen Geologen Déodat de Dolomieu zurück, der Ende des 18. Jahrhunderts das charakteristische Gestein – den Dolomit – wissenschaftlich beschrieb.

Die geologische Einzigartigkeit der Dolomiten liegt in ihrer Entstehungsgeschichte begründet: Vor etwa 250 Millionen Jahren bildeten sich hier tropische Korallenriffe in einem flachen Urmeer, der Tethys. Durch tektonische Kräfte wurden diese Riffe emporgehoben und formen heute die charakteristischen bleichen Felstürme, Zinnen und Plateaus, die im Abendlicht in allen Schattierungen von Rosa bis Purpur erglühen – das berühmte Alpenglühen oder „Enrosadira" in ladinischer Sprache.

Zu den berühmtesten Gipfeln der Dolomiten zählen die Drei Zinnen mit 2.999 Metern Höhe, die mit ihrer unverwechselbaren Silhouette zum Symbol der gesamten Region geworden sind. Die Marmolada mit 3.343 Metern ist als höchster Berg der Dolomiten die „Königin" des Gebirges und trägt den einzigen Gletscher der Region. Der Langkofel mit 3.181 Metern, die Geislergruppe mit dem Sass Rigais auf 3.025 Metern, der majestätische Rosengarten mit dem Kesselkogel auf 3.002 Metern und das mächtige Sellamassiv prägen das Panorama.

Kulturell sind die Dolomiten von der ladinischen Kultur geprägt, einer der ältesten lebenden Kulturen Europas. Die Ladiner, Nachfahren der romanisierten Räter, bewahren ihre einzigartige Sprache, das Ladinische, in fünf Haupttälern: Gröden (Gherdëina), Alta Badia (Badiot), Fassatal (Fascia), Buchenstein (Fodom) und Ampezzo. Das Museum Ladin in St. Martin in Thurn und das Museum Gherdëina in St. Ulrich dokumentieren diese faszinierende Kultur. Traditionelle Handwerkskünste wie die Holzschnitzerei in Gröden haben weltweiten Ruf erlangt.

Die Geschichte der Dolomiten ist auch von den tragischen Ereignissen des Ersten Weltkriegs geprägt, als hier die Front zwischen Österreich-Ungarn und Italien verlief. Zahlreiche Stellungen, Stollen und Festungen zeugen noch heute von den erbitterten Kämpfen im Hochgebirge. Der Lagazuoi, der Col di Lana und die Fünf-Finger-Spitzen waren Schauplätze dramatischer Schlachten, und Freilichtmuseen wie am Lagazuoi erinnern an diese Zeit.

Für Bergsteiger und Wanderer sind die Dolomiten ein Paradies ohne Gleichen. Das Netz an Wanderwegen ist hervorragend ausgebaut, von einfachen Talwanderungen bis zu anspruchsvollen Höhenwegen wie den vier Dolomiten-Höhenwegen (Alta Via delle Dolomiti). Die über 130 Schutzhütten bieten komfortable Übernachtungsmöglichkeiten. Für Kletterer bieten die Dolomiten einige der berühmtesten Routen der Welt, darunter die Nordwand der Drei Zinnen oder die Marmolada-Südwand. Das System der Klettersteige (Vie Ferrate), das teilweise auf militärische Anlagen des Ersten Weltkriegs zurückgeht, erschließt auch weniger geübten Berggängern spektakuläre Felslandschaften.

Im Winter verwandeln sich die Dolomiten in eines der größten und schönsten Skigebiete der Welt. Dolomiti Superski verbindet zwölf Skigebiete mit einem einzigen Skipass und bietet über 1.200 Pistenkilometer. Die berühmte Sellaronda, eine Skirundfahrt um das Sellamassiv, ist ein einzigartiges Erlebnis. Weltcuprennen in Gröden und Alta Badia ziehen jährlich Tausende von Zuschauern an.

Was die Dolomiten von anderen Gebirgen unterscheidet, ist die einzigartige Kombination aus dramatischer Felslandschaft, lebendiger Kultur, exzellenter Gastronomie mit ladinischen Spezialitäten wie Turtres und Cajincì, und einer Infrastruktur, die Berggenuss auf höchstem Niveau ermöglicht. Das Zusammenspiel von Natur und Kultur, von Tradition und Moderne macht die Dolomiten zu einem der faszinierendsten Berggebiete der Welt.
Highlights
Drei Zinnen - das Wahrzeichen der Dolomiten
Rosengarten mit der Sage von Koenig Laurin
Sella Ronda - spektakulaere Skirunde
Pragser Wildsee - der schoenste See der Dolomiten
Seiser Alm - groesste Hochalm Europas
Marmolada Gletscher - die Koenigin der Dolomiten
Groedner Joch - historischer Alpenpass
Puez-Geisler Naturpark
Bekannte Gipfel
Gipfel Höhe Schwierigkeit
Marmolada (Punta Penia) 3.343 m Mittel
Drei Zinnen / Grosse Zinne 2.999 m Sehr schwer
Langkofel 3.181 m Schwer
Tofana di Mezzo 3.244 m Schwer
Civetta 3.220 m Sehr schwer
Pelmo 3.168 m Schwer
Antelao 3.264 m Schwer
Geschichte
Die Dolomiten verdanken ihren Namen dem franzoesischen Geologen Deodat de Dolomieu, der 1791 das charakteristische Gestein wissenschaftlich beschrieb. Geologisch entstanden die Dolomiten vor etwa 250 Millionen Jahren als tropisches Riff im Urmeer Tethys. Die Hebung der Alpen liess die versteinerten Korallenriffe zu den heutigen markanten Bergen emporsteigen. Im Ersten Weltkrieg verlief hier die Front zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien, wovon heute noch Stellungen, Stollen und Wege zeugen. Die Bergsteiger-Geschichte der Dolomiten begann Mitte des 19. Jahrhunderts mit den ersten Gipfelbesteigungen durch Pioniere wie Paul Grohmann. Heute sind die Dolomiten eines der beliebtesten Berggebiete Europas.
Die Dolomiten sind gut erreichbar ueber die Brennerautobahn A22 mit Ausfahrten bei Brixen, Klausen oder Bozen. Von Muenchen sind es etwa 3-4 Stunden Fahrt. Naechste Flughaefen sind Innsbruck, Verona und Venedig. Innerhalb der Region verkehren Busse zu den wichtigsten Ausgangspunkten. In der Sommersaison bieten viele Talstationen Seilbahnen und Sessellifte an.
Die Dolomiten haben ein alpines Klima mit relativ milden Sommern und kalten, schneereichen Wintern. Die Temperaturen variieren stark mit der Hoehenlage. In den Taelern auf etwa 1.200-1.500m liegen die Sommertemperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius, waehrend es auf den Gipfeln auch im Sommer frostig sein kann. Die jaehrliche Niederschlagsmenge betraegt 1.000-1.500mm, wobei die Sommer feuchter sind. Besonders charakteristisch ist das "Alpengluehen" - die rot-orange Faerbung der Felswaende bei Sonnenauf- und -untergang durch die spezielle Lichtbrechung am Dolomitgestein.
Die beste Zeit fuer Wanderungen und Bergtouren ist von Mitte Juni bis Mitte Oktober. Die Huetten sind meist von Anfang Juni bis Anfang Oktober geoeffnet. Fuer Hochtouren und Klettersteige empfiehlt sich Juli bis September. Die Skisaison dauert typischerweise von Dezember bis April. Das Fruejahr (Mai-Juni) bietet blühende Almwiesen, waehrend der Herbst (September-Oktober) mit stabilem Wetter und weniger Besuchern lockt.

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