Fassatal
Italien
0
Touren
1.227
Hütten & POIs
3.343 m
Höchster Punkt
200
km² Fläche
Über Fassatal
Das Fassatal (ladinisch Fascia, italienisch Val di Fassa) im Trentino ist eines der fünf ladinischen Dolomitentäler und erstreckt sich vom Karerpass im Süden bis zum Pordoijoch im Norden über eine Länge von etwa 20 Kilometern. Das Tal liegt eingebettet zwischen einigen der spektakulärsten Dolomitengipfel – dem Rosengarten, dem Latemar, der Marmolada und dem Sellamassiv – und bildet seit 2009 einen Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Dolomiten.
Die geologische und landschaftliche Vielfalt des Fassatals ist außergewöhnlich. Der Rosengarten (Catinaccio) mit seinen bleichen Felstürmen und dem charakteristischen Alpenglühen – in ladinischer Sprache „Enrosadira" genannt – prägt den westlichen Talhorizont. Die Sage von König Laurin, dessen verzauberter Rosengarten die Felsen im Abendlicht erglühen lässt, gehört zum kulturellen Erbe der Ladiner. Der Latemar, ein wildes Felsmassiv südlich des Karerpasses, und die Marmolada (3.343 m), die Königin der Dolomiten mit ihrem einzigen Gletscher, vervollständigen das Panorama.
Die ladinische Kultur ist im Fassatal besonders lebendig und unterscheidet sich in mancher Hinsicht von den ladinischen Tälern Südtirols. Das Fassanische (Fascian) ist eine eigenständige Variante des Ladinischen mit eigener Orthografie und Literatur. Das Institut Cultural Ladin „majon di fascegn" in Vigo di Fassa bewahrt und fördert Sprache, Tradition und Identität. Die traditionellen Feste – die Prozession am Fronleichnamstag, das Karnevalsfest mit den charakteristischen Masken und die Almfeste – werden noch heute mit großer Hingabe gefeiert.
Die Geschichte des Fassatals ist geprägt von seiner Lage an wichtigen Passübergängen. Bereits in der Bronzezeit wurde hier Handel getrieben, und die Römer nutzten die Pässe als Verbindung zwischen dem Etschtal und den nördlichen Provinzen. Im Mittelalter gehörte das Tal zum Fürstbistum Brixen und später zu Tirol. Der Erste Weltkrieg hinterließ tiefe Spuren: Die Front zwischen Österreich-Ungarn und Italien verlief durch die Dolomitengipfel, und zahlreiche Stellungen, Stollen und Gedenkorte erinnern an die tragischen Kämpfe im Hochgebirge.
Die Gemeinden des Fassatals – Moena, Soraga, Vigo di Fassa, Pozza di Fassa, Mazzin, Campitello di Fassa und Canazei – bieten eine gelungene Mischung aus alpiner Tradition und touristischem Komfort. Canazei am Talschluss ist Ausgangspunkt für Touren zur Marmolada und zum Sellamassiv, während Moena, die „Fee der Dolomiten", mit seinem traditionellen Ortskern und der lebhaften Atmosphäre bezaubert. Alba di Canazei und Penia sind ideale Ausgangspunkte für Hochtouren.
Für Bergwanderer und Alpinisten bietet das Fassatal herausragende Möglichkeiten. Die Umrundung des Rosengartens über den Hirzelweg ist eine der klassischen Dolomitenwanderungen, und die Besteigung der Marmolada über die Normalroute oder den anspruchsvolleren Westgrat gehört zu den großen Alpinzielen. Klettersteige wie der Sentiero delle Bocchette im Rosengarten oder die Via Ferrata Eterna an der Marmolada erschließen spektakuläre Felsrouten. Der Dolomiten-Höhenweg Nr. 2 führt durch das Tal und verbindet die großen Massive.
Im Winter ist das Fassatal ein Skiparadies von internationalem Rang. Das Skigebiet ist Teil des Dolomiti Superski-Verbunds und bietet direkten Zugang zur Sellaronda, der legendären Skirundfahrt um das Sellamassiv. Die Pisten von Belvedere, Ciampac und Alba sind bei Könnern ebenso beliebt wie bei Familien. Das Skigebiet Marmolada – Punta Rocca ermöglicht Abfahrten auf 3.265 Metern Höhe mit atemberaubendem Gletscherpanorama. Der nordische Skisport hat im Fleimstal (Val di Fiemme), dem Nachbartal, Weltmeisterschaftstradition.
Die Küche des Fassatals verbindet ladinische Tradition mit trentinischen Einflüssen. Canederli (Knödel), Strangolapreti (Spinatnocken), Wild und Pilze aus den umliegenden Wäldern dominieren die Speisekarten. Der Puzzone di Moena, ein würziger Rohmilchkäse mit DOP-Zertifizierung, ist eine geschätzte Spezialität. Die Berghütten (Rifugi) bieten herzhafte Gerichte mit lokalen Produkten, und die Weinkellereien des Trentino liefern die passenden Tropfen.
Was das Fassatal besonders macht, ist die Verbindung von geologischer Dramatik, lebendiger ladinischer Kultur und einer Infrastruktur, die hochwertige Bergerlebnisse ermöglicht. Hier findet der Besucher noch authentische Traditionen neben modernem Komfort, spektakuläre Natur neben kulinarischen Genüssen und eine Gastfreundschaft, die aus dem Herzen kommt.
Die geologische und landschaftliche Vielfalt des Fassatals ist außergewöhnlich. Der Rosengarten (Catinaccio) mit seinen bleichen Felstürmen und dem charakteristischen Alpenglühen – in ladinischer Sprache „Enrosadira" genannt – prägt den westlichen Talhorizont. Die Sage von König Laurin, dessen verzauberter Rosengarten die Felsen im Abendlicht erglühen lässt, gehört zum kulturellen Erbe der Ladiner. Der Latemar, ein wildes Felsmassiv südlich des Karerpasses, und die Marmolada (3.343 m), die Königin der Dolomiten mit ihrem einzigen Gletscher, vervollständigen das Panorama.
Die ladinische Kultur ist im Fassatal besonders lebendig und unterscheidet sich in mancher Hinsicht von den ladinischen Tälern Südtirols. Das Fassanische (Fascian) ist eine eigenständige Variante des Ladinischen mit eigener Orthografie und Literatur. Das Institut Cultural Ladin „majon di fascegn" in Vigo di Fassa bewahrt und fördert Sprache, Tradition und Identität. Die traditionellen Feste – die Prozession am Fronleichnamstag, das Karnevalsfest mit den charakteristischen Masken und die Almfeste – werden noch heute mit großer Hingabe gefeiert.
Die Geschichte des Fassatals ist geprägt von seiner Lage an wichtigen Passübergängen. Bereits in der Bronzezeit wurde hier Handel getrieben, und die Römer nutzten die Pässe als Verbindung zwischen dem Etschtal und den nördlichen Provinzen. Im Mittelalter gehörte das Tal zum Fürstbistum Brixen und später zu Tirol. Der Erste Weltkrieg hinterließ tiefe Spuren: Die Front zwischen Österreich-Ungarn und Italien verlief durch die Dolomitengipfel, und zahlreiche Stellungen, Stollen und Gedenkorte erinnern an die tragischen Kämpfe im Hochgebirge.
Die Gemeinden des Fassatals – Moena, Soraga, Vigo di Fassa, Pozza di Fassa, Mazzin, Campitello di Fassa und Canazei – bieten eine gelungene Mischung aus alpiner Tradition und touristischem Komfort. Canazei am Talschluss ist Ausgangspunkt für Touren zur Marmolada und zum Sellamassiv, während Moena, die „Fee der Dolomiten", mit seinem traditionellen Ortskern und der lebhaften Atmosphäre bezaubert. Alba di Canazei und Penia sind ideale Ausgangspunkte für Hochtouren.
Für Bergwanderer und Alpinisten bietet das Fassatal herausragende Möglichkeiten. Die Umrundung des Rosengartens über den Hirzelweg ist eine der klassischen Dolomitenwanderungen, und die Besteigung der Marmolada über die Normalroute oder den anspruchsvolleren Westgrat gehört zu den großen Alpinzielen. Klettersteige wie der Sentiero delle Bocchette im Rosengarten oder die Via Ferrata Eterna an der Marmolada erschließen spektakuläre Felsrouten. Der Dolomiten-Höhenweg Nr. 2 führt durch das Tal und verbindet die großen Massive.
Im Winter ist das Fassatal ein Skiparadies von internationalem Rang. Das Skigebiet ist Teil des Dolomiti Superski-Verbunds und bietet direkten Zugang zur Sellaronda, der legendären Skirundfahrt um das Sellamassiv. Die Pisten von Belvedere, Ciampac und Alba sind bei Könnern ebenso beliebt wie bei Familien. Das Skigebiet Marmolada – Punta Rocca ermöglicht Abfahrten auf 3.265 Metern Höhe mit atemberaubendem Gletscherpanorama. Der nordische Skisport hat im Fleimstal (Val di Fiemme), dem Nachbartal, Weltmeisterschaftstradition.
Die Küche des Fassatals verbindet ladinische Tradition mit trentinischen Einflüssen. Canederli (Knödel), Strangolapreti (Spinatnocken), Wild und Pilze aus den umliegenden Wäldern dominieren die Speisekarten. Der Puzzone di Moena, ein würziger Rohmilchkäse mit DOP-Zertifizierung, ist eine geschätzte Spezialität. Die Berghütten (Rifugi) bieten herzhafte Gerichte mit lokalen Produkten, und die Weinkellereien des Trentino liefern die passenden Tropfen.
Was das Fassatal besonders macht, ist die Verbindung von geologischer Dramatik, lebendiger ladinischer Kultur und einer Infrastruktur, die hochwertige Bergerlebnisse ermöglicht. Hier findet der Besucher noch authentische Traditionen neben modernem Komfort, spektakuläre Natur neben kulinarischen Genüssen und eine Gastfreundschaft, die aus dem Herzen kommt.
Highlights
Marmolada - Koenigin der Dolomiten (3343m)
Rosengarten mit Koenig Laurins Reich
Pordoijoch - Tor zur Sella Ronda
Karerpass mit Karerersee
Museum Ladin de Fascia
Ciampac-Alm mit Panoramablick
Langkofel vom Passo Sella
Fedaiasee am Fuss der Marmolada
Bekannte Gipfel
| Gipfel | Höhe | Schwierigkeit |
|---|---|---|
| Marmolada (Punta Penia) | 3.343 m | Mittel |
| Rosengarten (Catinaccio) | 2.981 m | Schwer |
| Kesselkogel | 3.002 m | Schwer |
| Vajolet-Tuerme | 2.821 m | Sehr schwer |
| Col Rodella | 2.484 m | Leicht |
| Sass Pordoi | 2.950 m | Mittel |
Geschichte
Das Fassatal wird seit der Antike von Ladinern bewohnt, deren Sprache aus dem Vulgaerlatein der roemischen Zeit stammt. Im Mittelalter gehoerte das Tal zur Fuerstbistum Trient. Die Bewohner lebten von Viehzucht, Holzhandel und der Herstellung von Wanduhren. Ende des 19. Jahrhunderts begannen erste Alpinisten, die Dolomitengipfel zu besteigen. Der Tourismus entwickelte sich rasch, und heute ist das Fassatal eines der meistbesuchten Alpentaeler. Die ladinische Identitaet wird im Ladin de Fascia Institut und im Ladinischen Museum bewahrt.
Das Fassatal erreicht man ueber die Brennerautobahn (Ausfahrt Bozen Nord) und weiter ueber den Karerpass oder ueber Trient und das Fleimstal. Busse verbinden das Tal mit Bozen und Trient. Naechster Flughafen ist Verona (ca. 2 Stunden).
Das Fassatal auf 1.200-1.500m Hoehe hat ein typisches Bergklima. Die Sommer sind angenehm mild (15-25 Grad), die Winter kalt mit reichlich Schnee. Die jaehrliche Niederschlagsmenge betraegt etwa 1.000mm. Der Rosengarten und die Marmolada bieten bei Sonnenuntergang das beruehmte Alpengluehen (Enrosadira).
Wandersaison ist Juni bis Oktober. Fuer Touren auf die Marmolada ist Juli-September am besten. Die Skisaison laeuft Dezember bis April. Die Rosengartenrunde im Herbst (September-Oktober) bietet spektakulaeres Alpengluehen bei weniger Besuchern.
Hütten & POIs in Fassatal
Alle 1.227 anzeigen
Bushaltestelle
418Seilbahn
160Quelle
117Aussichtspunkt
110
Karte
Auf einen Blick
Aktivitäten
Hotels in Fassatal
Übergeordnete Region