Drei Zinnen
Italien
0
Touren
989
Hütten & POIs
2.999 m
Höchster Punkt
90
km² Fläche
Über Drei Zinnen
Die Drei Zinnen (italienisch Tre Cime di Lavaredo) sind das wohl berühmteste und meistfotografierte Bergmotiv der Dolomiten und seit 2009 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Die drei majestätischen Felstürme – die Große Zinne (2.999 m), die Westliche Zinne (2.973 m) und die Kleine Zinne (2.857 m) – erheben sich in vollkommener Symmetrie über einer Hochebene und bilden eine der ikonischsten Bergsilhouetten der Welt.
Geografisch liegen die Drei Zinnen an der Grenze zwischen Südtirol und der Provinz Belluno, im Herzen der Sextner Dolomiten. Das Gebiet ist Teil des Naturparks Drei Zinnen (Parco Naturale Tre Cime), der über 11.000 Hektar wilder Hochgebirgslandschaft schützt. Die Umgebung ist geprägt von weiteren spektakulären Dolomitengipfeln: Der Paternkofel (2.744 m), die Dreischusterspitze (3.145 m), der Monte Cristallo und der Zwölferkofel vervollständigen das alpine Panorama.
Die geologische Entstehungsgeschichte der Drei Zinnen ist faszinierend. Vor etwa 230 Millionen Jahren bildeten sich hier Korallenriffe in einem tropischen Urmeer. Durch tektonische Hebung und Erosion entstanden die charakteristischen Dolomit-Felsformationen, deren bleiche Farbe auf das Mineral Dolomit – benannt nach dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu – zurückgeht. Das berühmte „Enrosadira", das Alpenglühen, lässt die Felswände bei Sonnenauf- und -untergang in Rosa, Orange und Purpur erstrahlen.
Die Alpinismusgeschichte der Drei Zinnen beginnt 1869, als Paul Grohmann mit den Führern Franz Innerkofler und Peter Salcher die Große Zinne erstbestieg. Die Nordwände der Drei Zinnen, die über 500 Meter senkrecht abfallen, gehören zu den „großen Nordwänden" der Alpen und zogen die besten Kletterer ihrer Zeit an. Emilio Comici durchstieg 1933 die Große-Zinne-Nordwand in einer damals sensationellen Route, und die Namen Riccardo Cassin, Hermann Buhl und Walter Bonatti sind mit legendären Erstbegehungen verbunden.
Der Erste Weltkrieg hat tiefe Spuren in der Region hinterlassen. Die Front zwischen Österreich-Ungarn und Italien verlief direkt durch die Drei-Zinnen-Region, und der Paternkofel war Schauplatz dramatischer Kämpfe. Die Felsstollen, Schützengräben und Stellungen sind teilweise noch erhalten und können auf markierten Wegen erkundet werden. Die Kapelle am Paternkofel und die Gedenkstätten erinnern an die Tragödie des Gebirgskriegs.
Die Drei-Zinnen-Umrundung ist eine der klassischen Wanderungen der Dolomiten und für gut konditionierte Wanderer in etwa vier Stunden zu bewältigen. Der Weg führt von der Auronzohütte (erreichbar per Auto oder Bus) um die majestätischen Felstürme herum, vorbei an der Lavaredohütte und der Dreizinnenhütte, mit ständig wechselnden Perspektiven auf die Gipfel. Der Blick von der Forcella di Lavaredo auf die Nordwände gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen der Alpen.
Anspruchsvollere Touren führen auf den Paternkofel mit seinem berühmten Klettersteig (Innerkofler-Steig), der durch ein System von Leitern und Seilsicherungen auf den Gipfel führt. Die Besteigung der Drei Zinnen selbst erfordert alpinistische Erfahrung und entsprechende Ausrüstung. Die Kletterrouten an den Zinnen, von der „Normalroute" über die Südostwand der Großen Zinne bis zu den extremen Nordwandrouten, bieten Herausforderungen für alle Schwierigkeitsgrade.
Im Winter verwandelt sich die Drei-Zinnen-Region in eine spektakuläre Schneelandschaft. Das Skigebiet Drei Zinnen Dolomiten verbindet die Skigebiete von Sexten, dem Hochpustertal und Cortina d'Ampezzo. Die Skitouren in der Region, insbesondere die Rundtour um den Elferkofel oder die Tour zur Zsigmondyhütte, gehören zu den schönsten der Dolomiten. Schneeschuhwanderungen bieten im Winter Zugang zur verzauberten Winterlandschaft.
Die Region ist hervorragend erschlossen mit komfortablen Berghütten (Rifugi), die traditionelle Küche und gastfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Die Dreizinnenhütte, die Lavaredohütte und die Büllelejochhütte sind beliebte Stützpunkte. Die Küche der Region kombiniert Südtiroler und ladinische Traditionen: Knödel, Schlutzkrapfen, Wild und hausgemachte Kuchen wärmen nach den Bergtouren.
Was die Drei Zinnen einzigartig macht, ist die perfekte Kombination aus visueller Dramatik, alpinistischer Bedeutung und Zugänglichkeit. Hier kann jeder – vom gemütlichen Spaziergänger bis zum extremen Kletterer – eine der großartigsten Berglandschaften der Welt erleben. Die drei Felstürme, die seit Jahrhunderten Künstler, Fotografen und Bergsteiger faszinieren, bleiben ein Symbol für die wilde Schönheit der Dolomiten und ein unvergessliches Erlebnis für jeden Besucher.
Geografisch liegen die Drei Zinnen an der Grenze zwischen Südtirol und der Provinz Belluno, im Herzen der Sextner Dolomiten. Das Gebiet ist Teil des Naturparks Drei Zinnen (Parco Naturale Tre Cime), der über 11.000 Hektar wilder Hochgebirgslandschaft schützt. Die Umgebung ist geprägt von weiteren spektakulären Dolomitengipfeln: Der Paternkofel (2.744 m), die Dreischusterspitze (3.145 m), der Monte Cristallo und der Zwölferkofel vervollständigen das alpine Panorama.
Die geologische Entstehungsgeschichte der Drei Zinnen ist faszinierend. Vor etwa 230 Millionen Jahren bildeten sich hier Korallenriffe in einem tropischen Urmeer. Durch tektonische Hebung und Erosion entstanden die charakteristischen Dolomit-Felsformationen, deren bleiche Farbe auf das Mineral Dolomit – benannt nach dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu – zurückgeht. Das berühmte „Enrosadira", das Alpenglühen, lässt die Felswände bei Sonnenauf- und -untergang in Rosa, Orange und Purpur erstrahlen.
Die Alpinismusgeschichte der Drei Zinnen beginnt 1869, als Paul Grohmann mit den Führern Franz Innerkofler und Peter Salcher die Große Zinne erstbestieg. Die Nordwände der Drei Zinnen, die über 500 Meter senkrecht abfallen, gehören zu den „großen Nordwänden" der Alpen und zogen die besten Kletterer ihrer Zeit an. Emilio Comici durchstieg 1933 die Große-Zinne-Nordwand in einer damals sensationellen Route, und die Namen Riccardo Cassin, Hermann Buhl und Walter Bonatti sind mit legendären Erstbegehungen verbunden.
Der Erste Weltkrieg hat tiefe Spuren in der Region hinterlassen. Die Front zwischen Österreich-Ungarn und Italien verlief direkt durch die Drei-Zinnen-Region, und der Paternkofel war Schauplatz dramatischer Kämpfe. Die Felsstollen, Schützengräben und Stellungen sind teilweise noch erhalten und können auf markierten Wegen erkundet werden. Die Kapelle am Paternkofel und die Gedenkstätten erinnern an die Tragödie des Gebirgskriegs.
Die Drei-Zinnen-Umrundung ist eine der klassischen Wanderungen der Dolomiten und für gut konditionierte Wanderer in etwa vier Stunden zu bewältigen. Der Weg führt von der Auronzohütte (erreichbar per Auto oder Bus) um die majestätischen Felstürme herum, vorbei an der Lavaredohütte und der Dreizinnenhütte, mit ständig wechselnden Perspektiven auf die Gipfel. Der Blick von der Forcella di Lavaredo auf die Nordwände gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen der Alpen.
Anspruchsvollere Touren führen auf den Paternkofel mit seinem berühmten Klettersteig (Innerkofler-Steig), der durch ein System von Leitern und Seilsicherungen auf den Gipfel führt. Die Besteigung der Drei Zinnen selbst erfordert alpinistische Erfahrung und entsprechende Ausrüstung. Die Kletterrouten an den Zinnen, von der „Normalroute" über die Südostwand der Großen Zinne bis zu den extremen Nordwandrouten, bieten Herausforderungen für alle Schwierigkeitsgrade.
Im Winter verwandelt sich die Drei-Zinnen-Region in eine spektakuläre Schneelandschaft. Das Skigebiet Drei Zinnen Dolomiten verbindet die Skigebiete von Sexten, dem Hochpustertal und Cortina d'Ampezzo. Die Skitouren in der Region, insbesondere die Rundtour um den Elferkofel oder die Tour zur Zsigmondyhütte, gehören zu den schönsten der Dolomiten. Schneeschuhwanderungen bieten im Winter Zugang zur verzauberten Winterlandschaft.
Die Region ist hervorragend erschlossen mit komfortablen Berghütten (Rifugi), die traditionelle Küche und gastfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Die Dreizinnenhütte, die Lavaredohütte und die Büllelejochhütte sind beliebte Stützpunkte. Die Küche der Region kombiniert Südtiroler und ladinische Traditionen: Knödel, Schlutzkrapfen, Wild und hausgemachte Kuchen wärmen nach den Bergtouren.
Was die Drei Zinnen einzigartig macht, ist die perfekte Kombination aus visueller Dramatik, alpinistischer Bedeutung und Zugänglichkeit. Hier kann jeder – vom gemütlichen Spaziergänger bis zum extremen Kletterer – eine der großartigsten Berglandschaften der Welt erleben. Die drei Felstürme, die seit Jahrhunderten Künstler, Fotografen und Bergsteiger faszinieren, bleiben ein Symbol für die wilde Schönheit der Dolomiten und ein unvergessliches Erlebnis für jeden Besucher.
Highlights
Drei Zinnen Rundwanderung
Grosse Zinne Nordwand - Kletterlegende
Paternkofel mit Klettersteig
Dreizinnenhuette mit Panoramablick
Naturpark Drei Zinnen
Fischleintal bei Sexten
Helm - Skiberg mit Aussicht
Kriegsstellungen am Paternkofel
Bekannte Gipfel
| Gipfel | Höhe | Schwierigkeit |
|---|---|---|
| Grosse Zinne (Cima Grande) | 2.999 m | Sehr schwer |
| Westliche Zinne (Cima Ovest) | 2.973 m | Sehr schwer |
| Kleine Zinne (Cima Piccola) | 2.857 m | Sehr schwer |
| Paternkofel (Monte Paterno) | 2.744 m | Schwer |
| Toblinger Knoten | 2.617 m | Mittel |
| Zwölferkofel (Croda dei Toni) | 3.094 m | Schwer |
Geschichte
Die Drei Zinnen wurden erstmals 1869 durch den Wiener Paul Grohmann bestiegen. Die legendaere Nordwand der Grossen Zinne (500m, VI) wurde 1933 von Emilio Comici durchstiegen und gilt als Meilenstein der Klettergeschichte. Im Ersten Weltkrieg verlief hier die Front zwischen Oesterreich und Italien. Die Soldaten gruben sich in Stellungen und Stollen in die Felsen - der Paternkofel traegt noch heute Spuren dieser Zeit. Seit 2009 gehoeren die Drei Zinnen zum UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten.
Die Drei Zinnen erreicht man vom Hochpustertal (Toblach oder Innichen) ueber die mautpflichtige Strasse zur Auronzohuette (2.320m). Alternativ Aufstieg von Sexten zur Dreizinnenhuette. Busverbindungen nach Toblach und Innichen mit Anschluss an die Pustertalbahn. Naechster Flughafen: Innsbruck (ca. 2 Stunden).
Die Region liegt auf 2.000-3.000m und hat ein raues Hochgebirgsklima. Die Sommer sind kurz und kuehl (8-18 Grad auf 2.400m), die Winter lang und schneereich. Die Wetterlage kann schnell umschlagen. Die beste Sicht bietet sich an klaren Tagen im Fruehsommer und Herbst.
Die Wandersaison ist kurz: Mitte Juni bis Anfang Oktober. Die Rundwanderung ist im Juli und August sehr beliebt - fruehmorgens starten oder im September/Oktober wandern. Kletterrouten sind Juni-September begehbar. Im Winter ist die Region schneesicher fuer Skitouren.
Hütten & POIs in Drei Zinnen
Alle 989 anzeigen
Bushaltestelle
280Notunterkunft
85
Karte
Auf einen Blick
- Hauptort Sexten
- Höchster Gipfel Grosse Zinne
- Fläche 90 km²
- Höhenbereich 1.300 - 2.999 m
- Land Italien
Aktivitäten
Hotels in Drei Zinnen
Übergeordnete Region