Gröden
Italien
0
Touren
356
Hütten & POIs
3.181 m
Höchster Punkt
175
km² Fläche
Über Gröden
Gröden (ladinisch Gherdëina, italienisch Val Gardena) ist eines der fünf ladinischen Täler und liegt eingebettet zwischen den majestätischen Dolomitengipfeln Langkofel, Sella und Geisler in Südtirol. Das Tal erstreckt sich über etwa 25 Kilometer von Waidbruck im Eisacktal bis zum Grödner Joch und Sellajoch und gilt als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der ladinischen Welt. Die drei Gemeinden St. Ulrich (Urtijëi), St. Christina (S. Cristina) und Wolkenstein (Sëlva) bilden eine Perlenkette malerischer Bergdörfer inmitten einer Landschaft, die seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.
Die Dolomitengipfel rund um Gröden sind von überwältigender Schönheit. Der Langkofel (Sassolungo) mit seinen 3.181 Metern erhebt sich als mächtiger Felskoloss über dem Tal und ist eines der bekanntesten Bergmotive der gesamten Alpen. Die Geislergruppe (Odles) mit dem Sass Rigais (3.025 m) bildet eine dramatische Kulisse im Norden, während das Sellamassiv mit dem Piz Boè (3.152 m) die östliche Talseite dominiert. Die Seiser Alm (Alpe di Siusi), Europas größte Hochalm mit über 52 Quadratkilometern Fläche, grenzt an Gröden und bietet eines der schönsten Hochplateaus der Alpen mit unvergleichlichem Panoramablick auf den Schlern, den Langkofel und die Geisler.
Die ladinische Kultur ist das Herzstück Grödens und prägt das tägliche Leben in einer Weise, die in den Alpen einzigartig ist. Die ladinische Sprache, die auf das Vulgärlatein der römischen Zeit zurückgeht, wird von der gesamten einheimischen Bevölkerung gesprochen und ist neben Deutsch und Italienisch offizielle Amtssprache. Das Museum Gherdëina in St. Ulrich dokumentiert die Geschichte und Kultur der Ladiner von der prähistorischen Zeit bis zur Gegenwart und beherbergt eine bedeutende Sammlung zur lokalen Geologie und Paläontologie.
Die Holzschnitzerei hat Gröden weltberühmt gemacht. Seit dem 17. Jahrhundert werden hier Holzfiguren geschnitzt, zunächst als Nebenerwerbsquelle der Bauern im Winter, später als anerkanntes Kunsthandwerk von internationalem Rang. Die Grödner Schnitzschule formte Generationen von Künstlern, deren Werke von religiösen Krippenfiguren über kunstvolle Heiligenstatuen bis zu modernen Skulpturen reichen. Heute zählt Gröden zu den weltweit führenden Zentren der Holzschnitzkunst, und die Ateliers und Galerien in St. Ulrich und St. Christina laden zum Staunen und Kaufen ein.
Für Wanderer und Bergsteiger bietet Gröden ein Paradies von unerschöpflicher Vielfalt. Der Adolf-Munkel-Weg am Fuße der Geislergruppe zählt zu den schönsten Panoramawanderungen der Dolomiten. Die Umrundung des Langkofels, die Wanderung durch das Val de Chedul oder die Besteigung des Sass Pordoi erschließen die einzigartige Felsenwelt. Klettersteige wie der „Città dei Sassi" am Langkofel oder die klassischen Routen an der Sella bieten abenteuerliche Wege durch die vertikale Welt. Das Klettergebiet um die Geislerspitzen ist legendär und zog bereits Pioniere wie Paul Grohmann an.
Im Winter verwandelt sich Gröden in eines der renommiertesten Skigebiete der Welt. Die Saslong-Abfahrt in St. Christina ist seit 1969 fester Bestandteil des alpinen Ski-Weltcups und zieht jedes Jahr im Dezember die weltbesten Rennläufer an. Das Skigebiet ist Teil des Dolomiti Superski-Verbunds und bietet direkten Zugang zur Sellaronda, der legendären Skirundfahrt um das Sellamassiv. Über 500 Pistenkilometer in zwölf verbundenen Skigebieten stehen zur Verfügung. Langläufer finden auf der Seiser Alm und im Talgrund bestens präparierte Loipen.
Die Gastronomie Grödens verbindet ladinische Tradition mit Südtiroler Einflüssen. Turtres (gefüllte Teigtaschen), Cajincì (Spinatkrapfen), Knödel und Wild dominieren die Speisekarten der zahlreichen Berghütten und Restaurants. Die „Cudlins da pòm" (Apfelkrapfen) sind eine süße Spezialität. Mehrere Restaurants tragen Gault-Millau-Auszeichnungen, und die Weinkarte bietet eine Auswahl der besten Südtiroler Tropfen. Diese einzigartige Verbindung von Weltnaturerbe, lebendiger Kultur und erstklassiger touristischer Infrastruktur macht Gröden zu einem der begehrtesten Reiseziele in den gesamten Alpen.
Die Dolomitengipfel rund um Gröden sind von überwältigender Schönheit. Der Langkofel (Sassolungo) mit seinen 3.181 Metern erhebt sich als mächtiger Felskoloss über dem Tal und ist eines der bekanntesten Bergmotive der gesamten Alpen. Die Geislergruppe (Odles) mit dem Sass Rigais (3.025 m) bildet eine dramatische Kulisse im Norden, während das Sellamassiv mit dem Piz Boè (3.152 m) die östliche Talseite dominiert. Die Seiser Alm (Alpe di Siusi), Europas größte Hochalm mit über 52 Quadratkilometern Fläche, grenzt an Gröden und bietet eines der schönsten Hochplateaus der Alpen mit unvergleichlichem Panoramablick auf den Schlern, den Langkofel und die Geisler.
Die ladinische Kultur ist das Herzstück Grödens und prägt das tägliche Leben in einer Weise, die in den Alpen einzigartig ist. Die ladinische Sprache, die auf das Vulgärlatein der römischen Zeit zurückgeht, wird von der gesamten einheimischen Bevölkerung gesprochen und ist neben Deutsch und Italienisch offizielle Amtssprache. Das Museum Gherdëina in St. Ulrich dokumentiert die Geschichte und Kultur der Ladiner von der prähistorischen Zeit bis zur Gegenwart und beherbergt eine bedeutende Sammlung zur lokalen Geologie und Paläontologie.
Die Holzschnitzerei hat Gröden weltberühmt gemacht. Seit dem 17. Jahrhundert werden hier Holzfiguren geschnitzt, zunächst als Nebenerwerbsquelle der Bauern im Winter, später als anerkanntes Kunsthandwerk von internationalem Rang. Die Grödner Schnitzschule formte Generationen von Künstlern, deren Werke von religiösen Krippenfiguren über kunstvolle Heiligenstatuen bis zu modernen Skulpturen reichen. Heute zählt Gröden zu den weltweit führenden Zentren der Holzschnitzkunst, und die Ateliers und Galerien in St. Ulrich und St. Christina laden zum Staunen und Kaufen ein.
Für Wanderer und Bergsteiger bietet Gröden ein Paradies von unerschöpflicher Vielfalt. Der Adolf-Munkel-Weg am Fuße der Geislergruppe zählt zu den schönsten Panoramawanderungen der Dolomiten. Die Umrundung des Langkofels, die Wanderung durch das Val de Chedul oder die Besteigung des Sass Pordoi erschließen die einzigartige Felsenwelt. Klettersteige wie der „Città dei Sassi" am Langkofel oder die klassischen Routen an der Sella bieten abenteuerliche Wege durch die vertikale Welt. Das Klettergebiet um die Geislerspitzen ist legendär und zog bereits Pioniere wie Paul Grohmann an.
Im Winter verwandelt sich Gröden in eines der renommiertesten Skigebiete der Welt. Die Saslong-Abfahrt in St. Christina ist seit 1969 fester Bestandteil des alpinen Ski-Weltcups und zieht jedes Jahr im Dezember die weltbesten Rennläufer an. Das Skigebiet ist Teil des Dolomiti Superski-Verbunds und bietet direkten Zugang zur Sellaronda, der legendären Skirundfahrt um das Sellamassiv. Über 500 Pistenkilometer in zwölf verbundenen Skigebieten stehen zur Verfügung. Langläufer finden auf der Seiser Alm und im Talgrund bestens präparierte Loipen.
Die Gastronomie Grödens verbindet ladinische Tradition mit Südtiroler Einflüssen. Turtres (gefüllte Teigtaschen), Cajincì (Spinatkrapfen), Knödel und Wild dominieren die Speisekarten der zahlreichen Berghütten und Restaurants. Die „Cudlins da pòm" (Apfelkrapfen) sind eine süße Spezialität. Mehrere Restaurants tragen Gault-Millau-Auszeichnungen, und die Weinkarte bietet eine Auswahl der besten Südtiroler Tropfen. Diese einzigartige Verbindung von Weltnaturerbe, lebendiger Kultur und erstklassiger touristischer Infrastruktur macht Gröden zu einem der begehrtesten Reiseziele in den gesamten Alpen.
Highlights
Langkofel - markantes Wahrzeichen (3181m)
Saslong-Weltcup-Piste
Seiser Alm - groesste Hochalm Europas
Geislergruppe und Puez-Geisler Naturpark
Ladinisches Museum in St. Ulrich
Holzschnitzkunst-Werkstaetten
Sella Ronda Skirunde
Friedrich-August-Weg
Bekannte Gipfel
| Gipfel | Höhe | Schwierigkeit |
|---|---|---|
| Langkofel (Sassolungo) | 3.181 m | Schwer |
| Fuenffingerspitze (Cinque Dita) | 2.996 m | Schwer |
| Sella (Piz Boe) | 3.152 m | Mittel |
| Seceda | 2.519 m | Leicht |
| Sass Rigais | 3.025 m | Schwer |
| Col Raiser | 2.106 m | Leicht |
Geschichte
Die Ladiner, Nachfahren der romanisierten Raeter, besiedeln Groeden seit ueber 2.000 Jahren. Im Mittelalter gehoerte das Tal zum Bistum Brixen. Die Holzschnitzerei entwickelte sich ab dem 17. Jahrhundert zum wichtigsten Wirtschaftszweig - Groedner Krippen und Heiligenfiguren wurden in alle Welt exportiert. Der Tourismus begann Ende des 19. Jahrhunderts mit den ersten Bergsteigern, die die Dolomitenspfel erstiegen. Seit 1970 findet die Saslong-Abfahrt statt, die Groeden weltweit bekannt machte.
Groeden erreicht man ueber die Brennerautobahn (Ausfahrt Klausen) und weiter ueber die Groedner Strasse. Alternativ fuehrt die Strasse ueber den Groedner Joch von der Sellaseite. Busse verbinden das Tal mit Bozen und Brixen. Naechster Flughafen ist Innsbruck (ca. 1,5 Stunden).
Groeden hat ein typisches Dolomiten-Klima mit relativ trockenen, sonnigen Verhaeltnissen. Die Sommer sind mild bis warm (15-25 Grad auf 1.500m), die Winter kalt und schneereich. Die schuetzenden Felswaende sorgen fuer ein ausgeglichenes Mikroklima. Besonders beeindruckend ist das Alpengluehen an Langkofel und Sella.
Fuer Wanderer ist Juni bis Oktober ideal. Die Huettensaison dauert meist von Mitte Juni bis Anfang Oktober. Die Skisaison laeuft von Dezember bis April, mit dem Weltcup-Rennen Mitte Dezember als Hoehepunkt. Im Fruehling blueht die Almlandschaft, im Herbst lockt stabiles Wetter.
Hütten & POIs in Gröden
Alle 356 anzeigen
Seilbahn
120Gasthaus
52Notunterkunft
39
Karte
Auf einen Blick
- Hauptort St. Ulrich
- Höchster Gipfel Langkofel
- Fläche 175 km²
- Höhenbereich 1.200 - 3.181 m
- Land Italien
Aktivitäten
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