Backside Handplant
Ein Backside Handplant ist ein beeindruckender Freestyle-Trick, der vor allem im Snowboarden und manchmal beim Skifahren zur Anwendung kommt. Bei diesem Trick stößt sich der Sportler mit der hinteren Hand an einer Rampe oder vertikalen Kante ab und dreht sich gleichzeitig in der Luft. Solche Tricks gehören zu den fortgeschritteneren Freestyle-Techniken und verlangen nicht nur präzise Körperbeherrschung, sondern auch ein gutes Verständnis für das Gleichgewicht und das Timing.
Detaillierte Erklärung
Der Backside Handplant ist ein Trick, bei dem der Athlet mit der "backside" (der Seite, die dem Hang/Piste abgewandt ist) eine Rotationsbewegung einleitet. Dabei verkeilt sich der Sportler mit der hinteren Hand an einer Kante, um sich im rechten Winkel zur Vertikalen ausbalancieren zu können. Dieser Trick beginnt häufig mit einem gezielten Ansatz auf eine Halfpipe oder einen passenden Geländevorsprung. Der Fahrer nimmt Geschwindigkeit auf und steuert geradewegs auf den Kantpunkt zu. In dem Moment, in dem die obere Kante erreicht wird, setzt er die hintere Hand ab und drückt sich mit dieser ab, sodass sich der Körper in der Luft in einer Drehbewegung befindet. Eine korrekte Durchführung resultiert in einem ästhetisch ansprechenden Manöver, bei dem die Füße des Sportlers kurzzeitig höher als der Kopf sind, bevor er zur Landung ansetzt.
Praktische Anwendung
Um einen Backside Handplant erfolgreich durchzuführen, sind mehrere Übungsschritte erforderlich. Zunächst sollte die Technik mit einfacheren Handplants, wie dem Frontside Handplant, erlernt werden, um das Gleichgewichtsgefühl zu stärken. Eine geeignete Rampe, idealerweise eine Halfpipe, ist entscheidend, da sie die notwendige Zeit in der Luft ermöglicht. Praktisch gesehen, sollte der Sportler in einer satten Haltung auf die Kante zufahren und die Fahrtgeschwindigkeit an die Gegebenheiten anpassen. Im Moment der Umsetzung sind sowohl die genaue Handposition als auch die Blickrichtung ausschlaggebend, um die bestmögliche Körperkontrolle zu behalten. Nach der Drehung und dem Umsetzen der Beschleunigungsimpulse in der Luft, folgt die Vorbereitung zur ordentlichen Landung, bei der das Körpergewicht gleichmäßig verteilt werden muss, um ein Umkippen zu vermeiden.
Sicherheitsaspekte
Die Durchführung eines Backside Handplants birgt Risiken, die trotz optimaler Technik nicht vollständig auszuschließen sind. Vor allem bei einem Sturz können Verletzungen an Schultern, Handgelenken und Kopf auftreten. Es ist dringend zu empfehlen, Schutzausrüstung wie Helm, Handgelenksschützer und Protektoren zu verwenden. Eine gründliche Aufwärmung vor der Ausübung des Tricks minimiert außerdem das Verletzungsrisiko. Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehört zudem das langsame Herantasten an die komplexe Technik. Üben Sie zunächst die Körperbalance durch einfache Übungen, bevor Sie die Handplant-Ausführung versuchen. Anfänger sollten idealerweise die Anleitung eines erfahrenen Trainers in Anspruch nehmen.
Regionale Besonderheiten
In den Alpen, wo das Snowboarden weit verbreitet ist, gibt es eine Vielzahl von Feierabend-Halfpipes und speziell für Freestyle ausgestattete Snowparks, die die optimalen Rahmenbedingungen für das Erlernen eines Backside Handplants bieten. Andere Gebirge, wie die Rocky Mountains in Nordamerika, bieten ebenfalls geeignete Terrains, allerdings sind die spezifischen Formen und Steilheiten der Halfpipes oft unterschiedlich, was eine Anpassung der Technik erfordern kann. In einigen Regionen existieren zudem Wettkämpfe oder Trainingscamps, die auf Freestyle-Techniken abzielen und ambitionierten Sportlern eine Plattform zur Weiterbildung bieten.