Backside 900
Der Backside 900 ist ein anspruchsvoller und beeindruckender Freestyle-Trick, der im Snowboarding und Freeskiing gleichermaßen ausgeführt wird. Dieser Trick erfordert von Athleten ein hervorragendes Gefühl für das Timing, immense Körperkontrolle und eine exakte Beherrschung der Technik, da er eine zweieinhalbfache Drehung in der Luft umfasst. Die Ausführung eines Backside 900 markiert oft den Übergang von fortgeschrittenem zu professionellem Niveau im Freestyle-Sport.
Detaillierte Erklärung
Beim Backside 900 handelt es sich um eine Rotationsbewegung, bei der der Athlet eine Drehung um 900 Grad um die eigene Achse vollführt. Das Präfix "Backside" beschreibt die Richtung der Drehung, nämlich entgegen der normalen Blickrichtung, was bedeutet, dass die Drehung rückwärts, also in der Regel über die Rückenachse gestartet wird. Der Trick beginnt üblicherweise auf einer Schanze oder einem Kicker, wobei der Athlet ausreichend Schwung und Geschwindigkeit benötigt, um die vollständige Drehung in der Luft ausführen zu können. Dabei wird zunächst der Oberkörper eingeleitet, bevor die Beine folgen, um die Rotation zu vervollständigen.
Praktische Anwendung
Für die Ausführung eines Backside 900 sollte der Athlet zunächst auf niedrigerem Level beginnen, wie beispielsweise einem Backside 360 oder 540. Diese Bewegungen schaffen ein Verständnis für die Koordination und das Timing, die für den 900er erforderlich sind. Das Anfahren mit genügend Geschwindigkeit ist essenziell, um die notwendige Höhe zu erreichen. Beim Absprung ist eine explosive Bewegung unerlässlich, während gleichzeitig der Blick über die Schulter in die Rotationsrichtung gerichtet wird. Das Verwenden von Armen zur Unterstützung der Drehung kann ebenfalls hilfreich sein. Der Trick endet in der Landungsposition, die auf einem gleichmäßigen Aufsetzen und einer zentralen Körperhaltung basiert, um Verletzungen und Stürze zu vermeiden.
Sicherheitsaspekte
Der Backside 900 birgt, wie alle anspruchsvollen Freestyle-Tricks, Risiken, die es in der Vorbereitung zu minimieren gilt. Eine geeignete Schutzausrüstung ist unerlässlich. Dies umfasst Helm, Rückenprotektor und falls möglich, gepolsterte Kleidung. Das Üben in kontrollierter Umgebung, wie einem Snowpark mit entsprechender Beschaffenheit der Landefläche, ist ratsam. Falls verfügbar, kann das Training in einer Halfpipe oder einem speziell konzipierten Airbag-Bereich das Risiko bei den ersten Versuchen reduzieren. Eine gründliche Aufwärmübung vor dem Training minimiert das Verletzungsrisiko zusätzlich, da gut aufgewärmte Muskeln flexibler sind und Erschütterungen besser abfangen können.
Regionale Besonderheiten
Während der Backside 900 in jedem Gebirge mit einem insgesamt guten Freestyle-Angebot praktiziert werden kann, gibt es dennoch regionale Unterschiede in Bezug auf die Infrastruktur und die Bedingungen. In den Alpen bieten viele der größeren Skiressorts speziell gestaltete Snowparks mit Kickern, die auf die Anforderungen fortgeschrittener Tricks zugeschnitten sind. In Gebieten mit kälterem Klima, wie den schneereichen Alpenregionen von Österreich und der Schweiz, ermöglichen die oft hervorragenden Schneebedingungen eine konstante Übungssaison, die zur Perfektionierung dieser fortgeschrittenen Tricks beiträgt.