Excessive Speed

Englisch für überhöhte Geschwindigkeit

Der Begriff "Excessive Speed" beschreibt das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit auf Skipisten und anderen Abfahrtsstrecken. Dieses Verhalten kann schwerwiegende Risiken sowohl für den Skifahrer selbst als auch für andere Pistenbenutzer darstellen. In den Pistenregeln findet dieses Verhalten besondere Beachtung, da es Unfälle und Kollisionen begünstigen kann.

Detaillierte Erklärung

Excessive Speed meint das Überschreiten einer angemessenen Geschwindigkeit beim Skifahren oder Snowboarden, die den aktuellen Bedingungen auf der Piste, den eigenen Fähigkeiten und der Verkehrslage angemessen ist. Die „angemessene Geschwindigkeit“ ist dabei eine Variable, die durch verschiedene Faktoren bestimmt wird: Pistenverhältnisse, Sichtbedingungen, Dichte des Personenverkehrs und die eigene fahrtechnische Kompetenz.

Auf stark frequentierten Pisten oder bei schlechten Sichtverhältnissen, etwa durch Nebel oder starken Schneefall, sollte die Geschwindigkeit reduziert werden. Unerfahrene Skifahrer sind oft nicht in der Lage, ihre Geschwindigkeit richtig einzuschätzen oder schnell genug zu reagieren, weshalb besondere Vorsicht geboten ist. Auch wenn manche Pistenabschnitte ein schnelles Fahren erlauben, steht die Sicherheit immer an erster Stelle.

Praktische Anwendung

Zur Vermeidung überhöhter Geschwindigkeit auf den Pisten sollten einige praktische Tipps beachtet werden. Skifahrer und Snowboarder sollten stets kontrolliert fahren, wobei die Geschwindigkeit so angepasst wird, dass jederzeit ein sicheres Anhalten oder rechtzeitiges Ausweichen möglich ist.

  • Pistenkarte und Beschilderungen beachten: Auf den Pistenkarten und Beschilderungen sind oft Hinweise über Gefahrenstellen oder besonders stark frequentierte Abschnitte vermerkt, wo eine gedrosselte Geschwindigkeit sinnvoll ist.
  • Pausen einlegen: Regelmäßige Pausen verhindern Ermüdung, die die Reaktionsfähigkeit einschränkt und das Risiko erhöht, durch zu hohe Geschwindigkeit die Kontrolle zu verlieren.
  • Anfängerpisten meiden: Fortgeschrittene Skifahrer sollten die Anfängerpisten meiden, da dort langsamere Bewegungen erwartet werden und die Verletzungsgefahr durch unterschiedliche Geschwindigkeiten höher ist.

Sicherheitsaspekte

Die Einhaltung einer angepassten Geschwindigkeit trägt entscheidend zur Sicherheit auf der Piste bei. Überhöhte Geschwindigkeit ist eine häufige Ursache für Zusammenstöße, die schwere Verletzungen oder sogar Todesfälle zur Folge haben können. Daher sollten Skifahrer und Snowboarder besonders auf mehr frequentierten Pisten oder bei widrigen Bedingungen erhöhte Vorsicht walten lassen. Die FIS-Verhaltensregeln für Skifahrer und Snowboarder bieten eine Orientierung und betonen, dass jeder sein Verhalten so zu wählen hat, dass er weder sich noch andere gefährdet.

Ein weiterer Sicherheitsaspekt ist das Tragen entsprechender Schutzausrüstung, vor allem eines Helms. Auch wenn dieser das Unfallrisiko nicht mindert, so verringert er doch die Schwere von Kopfverletzungen erheblich, falls es zu einem Sturz oder einer Kollision kommt.

Regionale Besonderheiten

In den Alpenregionen, die sich über mehrere Länder erstrecken, können je nach Land zusätzliche Regeln und Empfehlungen für das Skifahren und Snowboarden aufgestellt werden. In der Schweiz, Österreich und Deutschland gelten grundsätzlich die FIS-Regeln, diese werden jedoch häufig durch spezifische regionale Vorschriften ergänzt.

Beispielsweise setzen einige österreichische Skigebiete zunehmend auf Pistenwächter, die die Einhaltung einer risikofreien Geschwindigkeit überwachen und bei Verstößen entsprechende Maßnahmen ergreifen können. In der Schweiz gibt es zudem spezielle Schulungen, bei denen das richtige Verhalten auf der Piste gelehrt wird, einschließlich der korrekten Geschwindigkeitseinschätzung bei verschiedenen Bedingungen.