Glarus

Schweiz

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Touren
1.383
Hütten & POIs
3.614 m
Höchster Punkt
685
km² Fläche
Über Glarus
Der Kanton Glarus liegt eingebettet in die Glarner Alpen zwischen Zuerich und Graubuenden. Das Haupttal, vom Fluss Linth durchflossen, oeffnet sich gegen Norden zum Walensee und steigt gegen Sueden zu den vergletscherten Dreitausendern an. Der Toedi (3614 m) als hoechster Gipfel thront ueber dem Kanton und ist ein begehrtes Ziel fuer erfahrene Bergsteiger. Die UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona dokumentiert spektakulaer die Entstehung der Alpen.

Geografisch gliedert sich der Kanton in das Grosstal und mehrere Seitentaeler: das Sernftal, das Kloenatal und das hintere Linthtal. Der Kloentaler See ist einer der schoensten Bergseen der Schweiz. Die Glarner Hauptueberschiebung, bei der aeltere Gesteine auf juengere geschoben wurden, ist ein geologisches Wunder von weltweiter Bedeutung. Der Piz Sardona, das Martinsloch und die Tschingelhoerner gehoeren zur Tektonikarena.

Das Martinsloch beim Tschingelhoren ist ein einzigartiges Naturphaenomen. Zweimal im Jahr, im Maerz und September, scheint die Sonne durch das Felsloch direkt auf die Kirche von Elm. Dieses Spektakel zieht jaehrlich Tausende von Besuchern an. Das Bergdorf Elm ist Ausgangspunkt fuer die Beobachtung und fuer Wanderungen in die Tektonikarena.

Kulturell ist Glarus durch die Textilindustrie gepraegt, die im 19. Jahrhundert den Kanton zur reichsten Region der Schweiz machte. Die Fabrikantenhaeuser und Industriebauten zeugen von dieser Epoche. Die Glarner Landsgemeinde, die Versammlung aller Stimmberechtigten auf dem Ring in Glarus, ist eine der aeltesten direktdemokratischen Institutionen der Welt und findet noch heute am ersten Maisonntag statt.

Fuer Bergsteiger bietet Glarus herausfordernde Ziele. Der Toedi ist der hoechste vollstaendig in den Glarner Alpen liegende Berg und erfordert Gletschererfahrung. Der Biferten (3419 m) und der Selbsanft (3029 m) sind weitere anspruchsvolle Gipfel. Der Klettersteig Daubenhorn und die Klettergaerten im Kloentalergebiet bieten gesicherte Kletterei. Die Wanderungen zur Claridahuette und zur Fridolinshuette fuehren in die Hochgebirgswelt.

Die touristischen Highlights umfassen den Kloentaler See mit seinen Wanderungen und dem Panoramaweg. Braunwald, der autofreie Ferienort auf der Sonnenterrasse, bietet Wandern und Skifahren. Der Pragelpass verbindet Glarus mit Schwyz. Die Via Glaralpina ist ein mehrtaegiger Weitwanderweg durch den Kanton. Im Winter bieten die Skigebiete Braunwald, Elm und Filzbach familienfreundliche Pisten.

Die beste Zeit fuer Hochtouren ist Juli bis September. Die Fridolinshuette, die Claridahuette und die Planurahuette sind wichtige Stuetzpunkte. Das Klima ist feucht mit haeufigen Niederschlaegen. Die Bergfuehrer von Glarus bieten gefuehrte Touren auf den Toedi und in die Tektonikarena. Die Anreise erfolgt ueber Ziegelbruecke am Walensee.

Der Kanton Glarus bewahrt einzigartige demokratische Traditionen. Die Landsgemeinde am ersten Maisonntag ist eine der aeltesten direktdemokratischen Institutionen der Welt - alle Stimmberechtigten versammeln sich auf dem Ring in Glarus zur Abstimmung per Handerheben. Die Alpaufzuege und die Chlaeusler zur Adventszeit sind lebendige Braeuche. Die Glarner Tracht mit ihren charakteristischen Hauben wird noch bei Festanlaessen getragen. Die Tierwelt der Glarner Alpen ist bemerkenswert: Steinboecke und Gaemsen bevoelkern die Hochlagen, der majestoetische Bartgeier wurde erfolgreich wiederangesiedelt. Murmeltiere pfeifen auf den Alpweiden, und in den Waeldern leben Hirsche und Rehe. Die kulinarischen Spezialitaeten umfassen den beruehmten Glarner Schabziger, einen wuerzigen Kraeuterkaese, der seit dem 15. Jahrhundert hergestellt wird. Die Glarner Pastete mit Mandelfuellung und die traditionellen Zigerhitschheli (Schabziger-Gebaeck) sind beliebte Spezialitaeten. Die Bergkaesereien produzieren wuerzigen Alpkaese nach traditionellen Methoden. Die Wirtshauser servieren deftige Glarner Gerichte wie Zigerhitschli und Roesti.

Die jaehrlichen Veranstaltungen praegen das Glarner Jahr. Die Landsgemeinde am ersten Maisonntag ist das demokratische Highlight des Kantons, wenn alle Stimmberechtigten auf dem Ring in Glarus zusammenkommen. Das Glarner Aelplerchilbi in Glarus ist ein farbenpraeechtiges Brauchtumsfest. Die Chlaeusler zur Adventszeit mit ihren leuchtenden Kappen ziehen durch die Doerfer und kuendigen den Winter an. Die Braunwalder Musikwoche bringt Klassik in das autofreie Bergdorf.
Highlights
Tödi
UNESCO Tektonikarena Sardona
Glärnisch
Klöntalersee
Braunwald
Elm
Martinsloch
Vrenelisgärtli
Bekannte Gipfel
Gipfel Höhe Schwierigkeit
Tödi 3.614 m Schwer
Clariden 3.267 m Mittel
Bifertenstock 3.419 m Schwer
Glärnisch 2.914 m Mittel
Hausstock 3.158 m Mittel
Kärpf 2.794 m Mittel
Fronalpstock 2.124 m Leicht
Geschichte
Glarus ist der Kanton des Schabzigers, des ältesten Markenartikels der Welt (seit 1463). Die Landsgemeinde, eine Form der direkten Demokratie, findet noch heute auf dem Zaunplatz in Glarus statt. Die Textilindustrie prägte den Kanton im 19. Jahrhundert.
Glarus ist per Bahn von Zürich aus erreichbar. Autobahn A3 bis Bilten, dann Kantonsstrasse nach Glarus.
Alpines Klima mit beträchtlichen Niederschlägen. Die Täler sind relativ mild, während in den Hochlagen raue Bedingungen herrschen.
Hochtouren: Juli bis September. Wandern: Juni bis Oktober. Skifahren: Dezember bis März in Braunwald und Elm.
Karte
Auf einen Blick
  • Hauptort Glarus
  • Höchster Gipfel Tödi (3.614 m)
  • Fläche 685 km²
  • Höhenbereich 414 - 3.614 m
  • Land Schweiz
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Kontakt & Links

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