Berchtesgadener Alpen
Deutschland
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Touren
3.222
Hütten & POIs
2.713 m
Höchster Punkt
350
km² Fläche
Über Berchtesgadener Alpen
Die Berchtesgadener Alpen sind der dramatischste und imposanteste Teil der deutschen Alpen und vereinen alpine Superlative auf engstem Raum zu einer Landschaft von überwältigender Schönheit. Mit dem Watzmann (2.713 m), dessen markante Silhouette zum Wahrzeichen Bayerns geworden ist, dem smaragdgrünen Königssee und dem einzigen deutschen Alpen-Nationalpark bildet diese Region ein einzigartiges Ensemble aus Natur, Kultur und alpiner Geschichte. Das Hochgebirge aus Dachsteinkalk erhebt sich unmittelbar aus dem Salzachtal und dem Berchtesgadener Talkessel und bildet mit seinen gewaltigen Felswänden, tief eingeschnittenen Tälern und ausgedehnten Karsthochflächen eine Landschaft, die seit Jahrhunderten Menschen in ihren Bann zieht.
Die geografische Gliederung der Berchtesgadener Alpen umfasst mehrere eigenständige Gebirgsstöcke, die jeweils ihren unverwechselbaren Charakter besitzen. Das Watzmann-Massiv mit seiner legendären Ostwand und dem klassischen Überschreitungsgrat dominiert das Zentrum. Der Hochkalter (2.607 m) im Westen beeindruckt durch seine vergletscherte Nordseite mit dem Blaueisgletscher, dem nördlichsten Gletscher der Alpen. Der Hohe Göll (2.522 m) markiert die Grenze zu Österreich und bietet aussichtsreiche Klettersteige. Das Steinerne Meer, eine über 100 Quadratkilometer große Karsthochfläche, erstreckt sich als mondlandschaftähnliches Plateau bis nach Salzburg. Der Untersberg (1.972 m) schließlich, obwohl weniger hoch, ist durch seine exponierte Lage und die reiche Sagenwelt eine Institution unter den Berchtesgadener Bergen.
Der Nationalpark Berchtesgaden, 1978 als erster und einziger Alpen-Nationalpark Deutschlands gegründet, schützt auf 210 Quadratkilometern eine urwüchsige Bergwildnis von internationaler Bedeutung. Der Park ist Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Berchtesgaden und beherbergt eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Steinadler kreisen über den Graten, Gämsen und Steinböcke bevölkern die Felswände, und in den Wäldern leben noch seltene Arten wie das Auerhuhn und der Dreizehenspecht. Die strenge Naturschutzzone im Kerngebiet des Parks lässt die Natur sich ungestört entwickeln und bewahrt einen der letzten Urwälder der deutschen Alpen.
Die Watzmann-Ostwand mit ihren 1.800 Höhenmetern ist eine der höchsten Felswände der Ostalpen und ein Mythos der Alpingeschichte. Die Erstdurchsteigung 1881 durch Johann Grill, genannt Kederbacher, markierte einen Meilenstein des Alpinismus. Die Watzmann-Überschreitung über den ausgesetzten Grat zwischen Hocheck, Mittelspitze und Südspitze zählt zu den klassischen Unternehmungen der deutschen Alpen und fordert Bergsteiger mit alpinen Schwierigkeiten und großer Ausdauer. Für weniger geübte Wanderer bieten die Berchtesgadener Alpen aber auch zugänglichere Ziele: Die Jenner-Bahn erschließt ein aussichtsreiches Wandergebiet, und die Wege zur Archenkanzel und zum Malerwinkel am Königssee sind auch für Familien geeignet.
Der Königssee, eingefasst von steilen Felswänden und umgeben von urwüchsigen Wäldern, gilt als einer der schönsten und saubersten Seen der Alpen. Die charakteristischen Elektroboote gleiten seit 1909 lautlos über das kristallklare Wasser und bringen Besucher zur barocken Wallfahrtskirche St. Bartholomä, deren zwiebelförmige Türme sich malerisch vor der Watzmann-Ostwand erheben. Am Südende des Sees führt ein Wanderweg zum abgeschiedenen Obersee, einem weiteren Kleinod alpiner Seenlandschaft. Der Röthbachfall, mit 470 Metern Fallhöhe der höchste Wasserfall Deutschlands, stürzt hier über mehrere Stufen in die Tiefe.
Die kulturelle und historische Bedeutung der Berchtesgadener Alpen ist immens. Die Salzgewinnung, seit dem Mittelalter betrieben, prägte die Region über Jahrhunderte und machte Berchtesgaden zu einem wohlhabenden Ort. Das Salzbergwerk, eines der ältesten der Welt, kann heute besichtigt werden. Die barocke Stiftskirche und das Königliche Schloss im Ortszentrum zeugen vom Reichtum vergangener Epochen. Die dunkle Geschichte des Obersalzbergs mit Hitlers Berghof wird im Dokumentationszentrum Obersalzberg aufgearbeitet und mahnt zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
Das Klima der Berchtesgadener Alpen ist durch die Kesselllage und die hohen Berge geprägt. Reichliche Niederschläge sorgen für üppige Vegetation in den Tälern und langanhaltende Schneedecken in den Höhenlagen. Die beste Zeit für Bergtouren ist von Juni bis September, wobei Gewitter und rasche Wetterwechsel jederzeit möglich sind. Im Winter bieten die Berchtesgadener Alpen mit den Skigebieten am Jenner und am Rossfeld sowie dem ausgedehnten Langlaufloipennetz vielfältige Möglichkeiten für den Wintersport.
Berchtesgaden selbst ist ein malerischer Ort mit traditioneller Architektur, lebendiger Brauchtumspflege und hervorragender touristischer Infrastruktur. Die Kombination aus dramatischer Bergwelt, kulturellen Sehenswürdigkeiten und bayerischer Gastfreundschaft macht die Berchtesgadener Alpen zu einem der faszinierendsten Reiseziele der deutschen Alpen - ein Ort, an dem die Kraft der Natur und die Geschichte der Menschen auf einzigartige Weise zusammentreffen.
Die geografische Gliederung der Berchtesgadener Alpen umfasst mehrere eigenständige Gebirgsstöcke, die jeweils ihren unverwechselbaren Charakter besitzen. Das Watzmann-Massiv mit seiner legendären Ostwand und dem klassischen Überschreitungsgrat dominiert das Zentrum. Der Hochkalter (2.607 m) im Westen beeindruckt durch seine vergletscherte Nordseite mit dem Blaueisgletscher, dem nördlichsten Gletscher der Alpen. Der Hohe Göll (2.522 m) markiert die Grenze zu Österreich und bietet aussichtsreiche Klettersteige. Das Steinerne Meer, eine über 100 Quadratkilometer große Karsthochfläche, erstreckt sich als mondlandschaftähnliches Plateau bis nach Salzburg. Der Untersberg (1.972 m) schließlich, obwohl weniger hoch, ist durch seine exponierte Lage und die reiche Sagenwelt eine Institution unter den Berchtesgadener Bergen.
Der Nationalpark Berchtesgaden, 1978 als erster und einziger Alpen-Nationalpark Deutschlands gegründet, schützt auf 210 Quadratkilometern eine urwüchsige Bergwildnis von internationaler Bedeutung. Der Park ist Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Berchtesgaden und beherbergt eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Steinadler kreisen über den Graten, Gämsen und Steinböcke bevölkern die Felswände, und in den Wäldern leben noch seltene Arten wie das Auerhuhn und der Dreizehenspecht. Die strenge Naturschutzzone im Kerngebiet des Parks lässt die Natur sich ungestört entwickeln und bewahrt einen der letzten Urwälder der deutschen Alpen.
Die Watzmann-Ostwand mit ihren 1.800 Höhenmetern ist eine der höchsten Felswände der Ostalpen und ein Mythos der Alpingeschichte. Die Erstdurchsteigung 1881 durch Johann Grill, genannt Kederbacher, markierte einen Meilenstein des Alpinismus. Die Watzmann-Überschreitung über den ausgesetzten Grat zwischen Hocheck, Mittelspitze und Südspitze zählt zu den klassischen Unternehmungen der deutschen Alpen und fordert Bergsteiger mit alpinen Schwierigkeiten und großer Ausdauer. Für weniger geübte Wanderer bieten die Berchtesgadener Alpen aber auch zugänglichere Ziele: Die Jenner-Bahn erschließt ein aussichtsreiches Wandergebiet, und die Wege zur Archenkanzel und zum Malerwinkel am Königssee sind auch für Familien geeignet.
Der Königssee, eingefasst von steilen Felswänden und umgeben von urwüchsigen Wäldern, gilt als einer der schönsten und saubersten Seen der Alpen. Die charakteristischen Elektroboote gleiten seit 1909 lautlos über das kristallklare Wasser und bringen Besucher zur barocken Wallfahrtskirche St. Bartholomä, deren zwiebelförmige Türme sich malerisch vor der Watzmann-Ostwand erheben. Am Südende des Sees führt ein Wanderweg zum abgeschiedenen Obersee, einem weiteren Kleinod alpiner Seenlandschaft. Der Röthbachfall, mit 470 Metern Fallhöhe der höchste Wasserfall Deutschlands, stürzt hier über mehrere Stufen in die Tiefe.
Die kulturelle und historische Bedeutung der Berchtesgadener Alpen ist immens. Die Salzgewinnung, seit dem Mittelalter betrieben, prägte die Region über Jahrhunderte und machte Berchtesgaden zu einem wohlhabenden Ort. Das Salzbergwerk, eines der ältesten der Welt, kann heute besichtigt werden. Die barocke Stiftskirche und das Königliche Schloss im Ortszentrum zeugen vom Reichtum vergangener Epochen. Die dunkle Geschichte des Obersalzbergs mit Hitlers Berghof wird im Dokumentationszentrum Obersalzberg aufgearbeitet und mahnt zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
Das Klima der Berchtesgadener Alpen ist durch die Kesselllage und die hohen Berge geprägt. Reichliche Niederschläge sorgen für üppige Vegetation in den Tälern und langanhaltende Schneedecken in den Höhenlagen. Die beste Zeit für Bergtouren ist von Juni bis September, wobei Gewitter und rasche Wetterwechsel jederzeit möglich sind. Im Winter bieten die Berchtesgadener Alpen mit den Skigebieten am Jenner und am Rossfeld sowie dem ausgedehnten Langlaufloipennetz vielfältige Möglichkeiten für den Wintersport.
Berchtesgaden selbst ist ein malerischer Ort mit traditioneller Architektur, lebendiger Brauchtumspflege und hervorragender touristischer Infrastruktur. Die Kombination aus dramatischer Bergwelt, kulturellen Sehenswürdigkeiten und bayerischer Gastfreundschaft macht die Berchtesgadener Alpen zu einem der faszinierendsten Reiseziele der deutschen Alpen - ein Ort, an dem die Kraft der Natur und die Geschichte der Menschen auf einzigartige Weise zusammentreffen.
Highlights
Königssee mit Wallfahrtskirche St. Bartholomä
Watzmann - legendärer Schicksalsberg Bayerns
Nationalpark Berchtesgaden
Kehlsteinhaus (Eagles Nest) auf 1834 m
Salzbergwerk Berchtesgaden
Zauberwald am Hintersee
Obersee mit Röthbachfall
Wimbachklamm und Wimbachgries
Bekannte Gipfel
| Gipfel | Höhe | Schwierigkeit |
|---|---|---|
| Watzmann-Mittelspitze | 2.713 m | Sehr schwer |
| Watzmann-Südspitze | 2.712 m | Schwer |
| Hochkalter | 2.608 m | Schwer |
| Hocheisspitze | 2.523 m | Schwer |
| Hoher Göll | 2.522 m | Mittel |
| Hochkönig | 2.941 m | Mittel |
| Kleiner Watzmann | 2.307 m | Mittel |
| Untersberg | 1.973 m | Leicht |
Geschichte
Die Berchtesgadener Alpen blicken auf eine reiche Geschichte zurück, die vom Salzabbau geprägt wurde. Das Salzbergwerk Berchtesgaden, seit 1517 in Betrieb, ist eines der ältesten der Welt und kann bis heute besichtigt werden. Die Fürstpropstei Berchtesgaden war bis 1803 ein eigenständiges Territorium unter geistlicher Herrschaft. Die dramatische Bergwelt zog seit dem 19. Jahrhundert Maler, Dichter und später Bergsteiger an. Die Erstbesteigung der Watzmann-Mittelspitze gelang 1800, während die berüchtigte Ostwand erst 1881 durchstiegen wurde. Das Kehlsteinhaus, 1937-1938 erbaut, ist heute ein Mahnmal der Geschichte und bietet gleichzeitig einen der schönsten Aussichtspunkte der Region.
Berchtesgaden ist der zentrale Ausgangspunkt und per Bahn ab München (ca. 2,5 Stunden mit Umstieg in Freilassing) erreichbar. Mit dem Auto über die A8 München-Salzburg, dann A10/B305 nach Berchtesgaden. Der Königssee ist per Bus vom Bahnhof erreichbar. Weitere wichtige Ausgangsorte sind Ramsau, Schönau und Bischofswiesen. Die Region ist mit dem RVO-Bus gut erschlossen. Parkplätze sind an den Hauptausgangspunkten vorhanden, im Sommer jedoch stark frequentiert. Frühe Anreise empfohlen.
Das Klima der Berchtesgadener Alpen ist geprägt durch hohe Niederschläge und lange schneereiche Winter. Die Staueffekte an den Nordwänden führen zu Jahresniederschlägen von über 2000 mm. Der Königssee bleibt auch im Sommer kühl. In den Hochlagen liegt Schnee oft von Oktober bis Juni. Die Übergänge zwischen den Jahreszeiten können abrupt sein, und selbst im Sommer können heftige Gewitter auftreten. Die Föhnlagen bringen im Herbst oft außergewöhnlich klare Sicht.
Für Hochtouren auf Watzmann, Hochkalter und die anderen Hauptgipfel ist die Zeit von Mitte Juni bis Ende September optimal. Der Juli und August bieten die stabilsten Verhältnisse für anspruchsvolle Unternehmungen. Der Königssee ist ganzjährig ein lohnendes Ziel, wobei die Bootsfahrt nach St. Bartholomä im Herbst besonders stimmungsvoll ist. Skitouren und Winterbergsteigen sind für Erfahrene von Januar bis April möglich. Der Nationalpark bietet zu jeder Jahreszeit beeindruckende Naturerlebnisse.
Hütten & POIs in Berchtesgadener Alpen
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Bushaltestelle
831Notunterkunft
546
Karte
Auf einen Blick
- Hauptort Berchtesgaden
- Höchster Gipfel Watzmann
- Fläche 350 km²
- Höhenbereich 470 - 2.713 m
- Land Deutschland
Aktivitäten
Anspruchsvolles Hochtouren-Bergsteigen
Klettern in Watzmann-Ostwand und an anderen Wänden
Bergwandern auf markierten Wegen
Mehrtägige Hütten-Durchquerungen
Bootsfahrt auf dem Königssee
Naturbeobachtung im Nationalpark
Skitouren und Winterbergsteigen
Schneeschuhwandern
Kulturbesichtigungen (Salzbergwerk, Schloss)
Fotografieren der dramatischen Berglandschaft
Hotels in Berchtesgadener Alpen
Übergeordnete Region