Appenzell

Schweiz

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Touren
2.783
Hütten & POIs
2.502 m
Höchster Punkt
416
km² Fläche
Über Appenzell
Das Appenzellerland umfasst die beiden Halbkantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden und liegt eingebettet in die sanften Huegel und markanten Gipfel der Ostschweizer Voralpen. Der Saentis (2502 m) als hoechster Berg der Appenzeller Alpen und der gesamten Ostschweiz thront majestätisch ueber dieser Kulturlandschaft. Das Appenzellerland ist bekannt fuer seine lebendigen Traditionen, die urspruengliche Bauernkultur und die malerischen Streusiedlungen mit den typischen Appenzeller Haeusern.

Geografisch bildet das Appenzellerland eine von sanften Huegeln geprägte Voralpenlandschaft, die im Sueden zu den schroffen Kalkfelsen des Alpsteins ansteigt. Der Alpstein mit Saentis, Altmann (2436 m) und Rotsteinpass ist ein kompaktes Gebirgsmassiv mit spektakulaerer Felsarchitektur. Der Seealpsee und der Faelensee sind malerische Bergseen inmitten dieser Bergwelt. Das Appenzeller Mittelland mit seinen gruenen Weiden und verstreuten Bauernhofen ist ein Bilderbuch schweizerischer Landschaft.

Der Saentis ist einer der meistbesuchten Aussichtsberge der Schweiz. Bei klarem Wetter reicht die Sicht auf sechs Laender: Schweiz, Deutschland, Oesterreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien. Die Saentisbahn fuehrt von Schwaegalp zum Gipfel. Die Wetterstation auf dem Saentis, einer der aeltesten der Schweiz, misst regelmaessig Extremwerte - der Saentis gehoert zu den niederschlagsreichsten Orten Europas.

Kulturell ist das Appenzellerland von aussergewoehnlicher Lebendigkeit. Die Appenzeller Landsgemeinde, die Versammlung aller stimmberechtigten Buerger auf dem Platz in Appenzell, findet noch heute am letzten Sonntag im April statt. Die farbenprächtigen Appenzeller Trachten werden bei zahlreichen Anlässen getragen. Die Alpfahrten, bei denen das Vieh im Fruehling festlich geschmückt auf die Alpen zieht, sind lebendiges Brauchtum. Der Silvesterchlausen mit den kunstvollen Hauben ist ein einzigartiger Brauch zum Jahreswechsel.

Die Appenzeller Kueche ist berühmt für den würzigen Appenzeller Käse, dessen Kräutersulz-Rezept ein streng gehütetes Geheimnis ist. Die Appenzeller Biberli, gefüllte Lebkuchen, sind eine beliebte Spezialität. Die Schaukäserei in Stein zeigt die Herstellung. Das Appenzeller Brauchtum und Handwerk wird im Museum Appenzell und im Brauchtumsmuseum Urnaesch dokumentiert.

Für Bergwanderer bietet der Alpstein ein herausragendes Tourengebiet. Die Klassiker sind der Aufstieg zum Saentis, die Wanderung zum Seealpsee und die Fuenfseenwanderung. Die Wildkirchli-Hoehlen mit der Eremitage sind ein beliebtes Ausflugsziel. Der Hohe Kasten bietet Panoramawege und den Alpengarten. Die Klettersteige am Lisengrat und am Saentis sind anspruchsvolle Unternehmen. Die Berggasthaeuser Aescher, Meglisalp und Bollenwees sind legendäre Einkehrstationen.

Die beste Zeit fuer Bergwanderungen ist Juni bis Oktober. Die Huetten im Alpstein bieten Uebernachtungsmoeglichkeiten. Das Wetter am Saentis ist beruehmt-beruchtigt für schnelle Wechsel. Gute Ausruestung und Respekt vor dem Berg sind unerlässlich.

Das Appenzellerland pflegt seine Traditionen mit aussergewoehnlicher Lebendigkeit und Farbenfreude. Die Landsgemeinde in Appenzell Innerrhoden am letzten Sonntag im April ist eine der letzten direktdemokratischen Urversammlungen. Die Alpfahrten im Fruehsommer, wenn das festlich geschmueckte Vieh auf die Alp zieht, sind farbenpraechtige Volksfeste mit Sennen in traditionellen Trachten und Talerschwingen. Der Silvesterchlaus-Brauch mit den kunstvollen Hauben (Schoene, Wueschte und Schoe-Wueschte) wird am 31. Dezember und 13. Januar begangen. Die lokale Kueche bietet neben Kaese und Biberli auch Siedwuerste, Mostbroeckli und die feine Appenzeller Rahmsuppe. Der Appenzeller Alpenbitter ist ein beliebter Kraeuterlikoer. Die Bergbeizli wie das beruehmte Berggasthaus Aescher, spektakulaer an eine Felswand gebaut, servieren einfache, aber koestliche Gerichte mit Produkten aus der Region und ziehen Besucher aus aller Welt an.

Die Veranstaltungen im Jahreslauf sind eng mit dem Brauchtum verbunden. Die Landsgemeinde am letzten Aprilsonntag ist ein demokratisches Spektakel, bei dem alle Stimmberechtigten mit ihrem Seitengewehr zur Abstimmung erscheinen. Das Urnaesch-Silvesterchlausen am 31. Dezember und 13. Januar ist ein einzigartiges Brauchtum mit den kunstvollen Hauben-Traegern.
Highlights
Säntis (2.502 m) - Hoechster Berg der Ostschweiz mit 360°-Panorama
Wildkirchli - Praehistorische Hoehle und Kapelle in der Felswand
Berggasthaus Aescher - Das beruehmte Haus am Felsen
Landsgemeinde - Lebendige direkte Demokratie seit dem Mittelalter
Appenzeller Käse - Wuerziger Hartkäse mit geheimer Kraeutersulz
Seealpsee - Idyllischer Bergsee im Alpstein
Hoher Kasten - Aussichtsplattform mit Drehrestaurant
Kronberg - Familienberg mit Rodelbahn und Zipline
Bekannte Gipfel
Gipfel Höhe Schwierigkeit
Säntis 2.502 m Mittel
Altmann 2.436 m Schwer
Hoher Kasten 1.795 m Leicht
Ebenalp 1.640 m Leicht
Kronberg 1.663 m Leicht
Fänerenspitz 1.506 m Leicht
Schäfler 1.924 m Mittel
Geschichte
Die Geschichte des Appenzellerlandes reicht bis in die Bronzezeit zurueck, wie Funde im Wildkirchli belegen. Im Mittelalter gehoerte das Gebiet zum Fuerstentum des Abts von St. Gallen. 1513 wurde Appenzell als dreizehnter Ort in die Eidgenossenschaft aufgenommen. Die Reformation fuehrte 1597 zur Landesteilung in das katholische Innerrhoden und das reformierte Ausserrhoden.

Die Alpwirtschaft praegt die Region seit dem Mittelalter. Die "Schwägalp" am Fuss des Säntis war bereits im 13. Jahrhundert als Alpweide urkundlich erwaehnt. Die charakteristischen Appenzeller Bauernhaeuser mit ihren geschwungenen Giebeln und bunten Fassadenmalereien entwickelten sich seit dem 17. Jahrhundert. Das Stickereigewerbe brachte im 19. Jahrhundert Wohlstand in die Region.

Die touristische Erschliessung begann mit dem Bau der ersten Saentiswarte 1846. Die Zahnradbahn auf den Saentis wurde zwar nie realisiert, doch seit 1935 schwebt die Luftseilbahn von der Schwägalp auf den Gipfel. Die Ebenalp-Bahn, eroeffnet 1955, macht das Wildkirchli und das beruehmte Berggasthaus Aescher-Wildkirchli zugaenglich.
Mit der Bahn: Die Appenzeller Bahnen verbinden St. Gallen mit Appenzell und weiter nach Wasserauen am Fuss des Alpsteins. Von Zuerich erreicht man Appenzell in etwa 2 Stunden mit Umsteigen in St. Gallen oder Gossau. Die Strecke entlang des Säntis bietet spektakulaere Aussichten.

Mit dem Auto: Ueber die A1 (Zuerich-St. Gallen) Ausfahrt St. Gallen, dann ueber die Kantonsstrasse nach Appenzell (ca. 20 km). Zur Schwägalp (Saentis-Talstation) faehrt man ueber Urnaesch. Parkplaetze sind an den Bergbahn-Talstationen vorhanden.

Bergbahnen: Die Saentis-Schwebebahn erschliesst den hoechsten Gipfel. Die Ebenalp-Luftseilbahn fuehrt zur Ebenalp mit Zugang zum Wildkirchli. Am Kronberg und Hoher Kasten verkehren weitere Luftseilbahnen.
Das Appenzellerland weist ein voralpines Klima mit ausgepraegten Jahreszeiten auf. In den Talaeren herrschen milde Temperaturen mit Jahresmitteln um 8-9°C. Die Niederschlaege sind mit 1.400-1.800 mm jaehrlich relativ hoch, wobei die Nordstaulage des Alpsteins fuer haeufigen Regen sorgt.

In den Hohenlagen des Alpsteins ist das Klima deutlich rauer. Auf dem Saentis-Gipfel liegt die Jahresmitteltemperatur bei -2°C, Schnee kann von Oktober bis Juni liegen. Der Alpstein faengt feuchte Luftmassen vom Bodensee ab, was zu haeufigen Nebellagen fuehrt - aber auch zu spektakulaeren Inversionen, bei denen der Saentis-Gipfel ueber dem Nebelmeer thront.

Die beste Wanderzeit erstreckt sich von Juni bis Oktober, wobei der Fruehsommer besonders reizvoll ist wegen der Alpenblumen und der noch schneebedeckten Gipfel. Der Herbst bietet oft stabile Hochdrucklagen mit weiter Fernsicht.
Fuer Bergwanderungen im Alpstein: Juni bis Oktober. Die Hochsaison liegt in den Sommermonaten Juli und August, wobei dann auch die hoechsten Gipfel schneefrei sind. Fuer die Landsgemeinde in Appenzell: Letzter Sonntag im April (nur Innerrhoden). Fuer Alpaufzuege und Viehschauen: Fruehsommer (Mai/Juni) und Herbst (September). Wintersport: Dezember bis Maerz in den Skigebieten Kronberg und Ebenalp. Die Saentis-Seilbahn ist ganzjaehrig in Betrieb (ausser bei extremen Wetterlagen).
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