Aletschgebiet

Schweiz

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Touren
1.321
Hütten & POIs
4.193 m
Höchster Punkt
120
km² Fläche
Über Aletschgebiet
Das Aletschgebiet im noerdlichen Wallis beherbergt den Grossen Aletschgletscher, mit 23 Kilometern Laenge und bis zu 900 Metern Eisdicke der groesste und laengste Gletscher der Alpen. Zusammen mit der Jungfrau-Region bildet das Gebiet das UNESCO-Weltnaturerbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch, das 2001 als erstes Alpengebiet diese prestigetraechtige Auszeichnung erhielt. Die einzigartige Landschaft vereint vergletscherte Hochgebirgsregionen mit artenreichen Waeldern und traditionellen Bergdoerfern, die ihren urspruenglichen Charakter bewahrt haben.

Geografisch erstreckt sich das Aletschgebiet vom Jungfraujoch im Norden bis zur Rhone im Sueden, wobei der Gletscher als zentrales Landschaftselement dient. Der Aletschgletscher wird von drei grossen Firnstroemen gespeist, die am Konkordiaplatz zusammenfliessen - einem der gewaltigsten Eisplaetze der Alpen mit einer beeindruckenden Eisdicke von bis zu 900 Metern. Die umliegenden Gipfel erreichen Hoehen von ueber 4000 Metern, darunter das majestätische Aletschhorn (4193 m), das Gross Gruenhorn (4044 m) und das Gross Wannenhorn (3906 m). Der Maerjelensee am Gletscherrand ist ein beliebtes Wanderziel und zeigt eindrucksvoll die Dynamik des sich zurueckziehenden Gletschers.

Die Doerfer am Rand des Aletschgebiets haben ihren traditionellen Charakter auf vorbildliche Weise bewahrt und bieten eine authentische alpine Atmosphaere. Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp sind autofreie Ferienorte auf der suedexponierten Sonnenterrasse, die mit modernen Seilbahnen vom Rhonetal aus erreichbar sind. Von hier aus eroeffnen sich spektakulaere Ausblicke auf den gewaltigen Gletscher und die umliegende Bergwelt. Das Eggishorn (2927 m) bietet einen der besten Aussichtspunkte auf den gesamten Aletschgletscher und ist ein beliebtes Ziel fuer Tagesausfluege.

Die kulturelle Bedeutung des Aletschgebiets liegt in der jahrhundertealten Symbiose von Mensch und Hochgebirge sowie im fruehen Alpentourismus. Die Villa Cassel auf der Riederfurka, heute Pro Natura Zentrum Aletsch, dokumentiert die faszinierende Geschichte des Alpinismus und beherbergt eine interaktive Ausstellung ueber die Gletscherwelt und den Klimawandel. Die traditionelle Alpwirtschaft praegt noch heute die Kulturlandschaft mit ihren Weiden und Sennhuetten. Der Aletschwald oberhalb des Gletschers ist einer der hoechstgelegenen und aeltesten Arvenwaelde Europas mit Baeumen, die ueber 1000 Jahre alt sind.

Fuer Bergsteiger bietet das Aletschgebiet klassische Gletschertouren in grandioser, urspruenglicher Umgebung. Die Konkordia-Huette am Zusammenfluss der Gletscherstroeme ist Ausgangspunkt fuer Besteigungen des Gross Gruenhorns und des Aletschhorns. Die Traverse des Aletschgletschers von der Jungfrau zur Konkordia-Huette ist eine der eindrucksvollsten Gletscherwanderungen der Alpen. Das Oberaletschhorn und das Nesthorn bieten technisch anspruchsvollere Aufstiege fuer erfahrene Alpinisten.

Der Aletsch-Panoramaweg fuehrt auf mehreren Etappen entlang des Gletschers und verbindet die autofreien Ferienorte auf der Sonnenterrasse miteinander. Weitere lohnende Wanderziele sind der tuerkisfarbene Maerjelensee, die historische Belalp mit dem geschichtstraechtigen Hotel und der Aussichtspunkt Hohfluh mit grandiosem Gletscherblick. Im Winter bieten die autofreien Ferienorte familienfreundliches Skifahren mit ueber 100 Pistenkilometern und garantierter Schneesicherheit.

Die beste Zeit fuer Gletschertouren im Aletschgebiet ist Juli bis September. Die Spaltenzone des Aletschgletschers erfordert solide Erfahrung in Spaltenbergung und Seilschaftstechnik - Anfaenger sollten einen Bergfuehrer engagieren. Die Huetten der Region - Konkordia, Hollandia, Oberaletsch - bieten gute Infrastruktur und herzliche Walliser Gastfreundschaft. Der Klimawandel hat den Gletscher stark schrumpfen lassen, was die Bedeutung des Naturschutzes unterstreicht und die Landschaft kontinuierlich veraendert.

Die Fauna des Aletschgebiets profitiert vom Schutzstatus des UNESCO-Welterbes. Im Aletschwald leben seltene Spechtarten und der scheue Tannenhaeher, der die Arvenzapfen verbreitet. Murmeltiere besiedeln die Alpweiden in grosser Zahl, ihre Pfiffe hallen durch die Sommertage. Gaemsen und Steinboecke sind an den Felswaenden heimisch, waehrend Bartgeier und Steinadler ihre Kreise ueber den Gletschern ziehen. Die Pflanzenwelt zeigt eine bemerkenswerte Anpassung an extreme Bedingungen: Gletscherhahnenfuss und Steinbrecharten besiedeln die Moraenen, waehrend im Aletschwald uralte Arven von der Kraft der Natur zeugen. Die regionalen kulinarischen Spezialitaeten umfassen Walliser Roggenbrot mit Trockenfleisch, Raclette aus lokaler Milch und wuerzigen Alpkaese. Der Fendant und der Heida gehoeren zu den Spitzenweinen der Region und begleiten die deftige Bergkueche perfekt.
Highlights
Grosser Aletschgletscher (23 km Laenge)
UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch
Eggishorn-Aussichtspunkt (2.927m)
Aletschwald - hoechstgelegener Arvenwald Europas
Maerjelensee am Gletscherrand
Konkordiaplatz - Zusammenfluss der Gletscher
Bekannte Gipfel
Gipfel Höhe Schwierigkeit
Aletschhorn 4.193 m Schwer
Gross Wannenhorn 3.905 m Schwer
Eggishorn 2.927 m Leicht
Bettmerhorn 2.858 m Leicht
Sparrhorn 3.021 m Mittel
Geschichte
Die Erforschung des Aletschgletschers begann im 19. Jahrhundert. Wissenschaftler wie Louis Agassiz studierten hier die Gletscherbewegung. 2001 wurde das Gebiet zum UNESCO Weltnaturerbe erklaert. Der Gletscher zieht sich aufgrund des Klimawandels stark zurueck - ein mahnendes Zeugnis der Erderwärmung.
Hauptzugang ueber die Orte Riederalp, Bettmeralp und Fiesch im Goms. Diese autofreien Orte sind per Seilbahn von der Talstation erreichbar. Bahnverbindung ueber die Matterhorn-Gotthard-Bahn. Von Brig etwa 30 Minuten.
Hochalpines Klima mit langen, schneereichen Wintern. Der Gletscher praegt das Mikroklima - kuehle Winde wehen von der Eisflaeche herab. Sommer mild, aber in Gletschernaehe kuehl. Schnee liegt oberhalb 2.500m bis in den Sommer.
Gletscherwanderungen: Juli bis September. Hochtouren: Juli bis August. Die fruehen Morgenstunden sind ideal, wenn die Gletscher noch fest gefroren sind. Beste Fernsicht bei Hochdrucklagen.
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