Sankt Englmar
Einleitung
Sankt Englmar ist ein malerisches Bergdorf im Bayerischen Wald, das sich ideal für alle Naturliebhaber und Bergsportbegeisterte eignet. Bekannt für seine atemberaubenden Ausblicke und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, bietet dieser Ort sowohl im Sommer als auch im Winter ein spannendes Erlebnis für Wanderer und Wintersportler.
Lage und Landschaft
Dieses idyllische Dorf liegt im Herzen der bayerischen Mittelgebirgslandschaft des Bayerischen Waldes. Sankt Englmar befindet sich auf einer Höhe von etwa 800 Metern und ist von sanften Hügeln und dichten Wäldern umgeben, die sich hervorragend für ausgedehnte Wanderungen eignen. In der Ferne erheben sich die Gipfel des Hirschenstein und des Pröller, die zu den bekanntesten Erhebungen in der Umgebung zählen.
Charakter und Ortsbild
Der Ort besticht durch seine traditionelle bayerische Architektur, mit liebevoll restaurierten Bauernhäusern und einladenden Gasthöfen. Die Atmosphäre ist geprägt von einer ruhigen Gelassenheit, die sich ideal zum Entspannen nach einem aktiven Tag in der Natur eignet. Besonders auffällig ist der Ortskern mit seinen zünftigen Gebäuden, die das traditionsreiche Erbe der Region widerspiegeln.
Bergtouren und Wandern
Sankt Englmar bietet eine Vielzahl an Wanderrouten für alle Schwierigkeitsgrade. Die Tour zum Gipfel des Pröller ist besonders beliebt und bietet ambitionierten Wanderern eine lohnenswerte Herausforderung. Für Familien eignet sich der Rundwanderweg zur Schachtenhütte, der durch abwechslungsreiche Landschaften und schattige Wälder führt. Der Goldsteig, einer der bekanntesten Fernwanderwege Deutschlands, verläuft ebenfalls durch die Region und lädt zu mehrtägigen Touren ein.
Wintersport
Im Winter verwandelt sich Sankt Englmar in ein beliebtes Wintersportziel. Mehrere kleine Skigebiete bieten Pisten für Anfänger und Fortgeschrittene, während das weitläufige Loipennetz Langläufer aus nah und fern anzieht. Auch Rodelbegeisterte kommen auf den eigens präparierten Bahnen auf ihre Kosten, die für einen vergnüglichen Wintersporttag sorgen.
Sehenswürdigkeiten
Abseits des sportslichen Angebots lohnt sich ein Besuch der Kirche St. Englmar. Dieses historische Gebäude lädt mit seiner schlichten Schönheit und beeindruckenden Fresken zur Besichtigung ein. Darüber hinaus bietet das örtliche Heimatmuseum interessante Einblicke in die regionale Geschichte und Kultur, die die Entwicklung der Region über Jahrhunderte geprägt hat.
Infrastruktur für Bergsteiger
Für Bergsteiger bieten moderne Bergbahnen einfache Zugänge zu höheren Ausgangspunkten und ermöglichen einen bequemen Start in anspruchsvollere Routen. Übernachtungsmöglichkeiten sind ebenfalls reichlich vorhanden, von urigen Berghütten bis hin zu komfortablen Hotels. Gut erreichbare Parkplätze und eine ausgezeichnete Beschilderung der Wanderwege runden das Erlebnis ab.
Praktische Tipps
Die beste Reisezeit für Sankt Englmar ist zwischen Mai und Oktober für Wanderer. Wintersportler hingegen finden von Dezember bis März die idealen Bedingungen vor. Einheimische Produkte, wie der hausgemachte bayerische Käse, sind ebenfalls sehr zu empfehlen. Da der Ort keine Großstadtinfrastruktur hat, empfiehlt es sich, im Voraus zu buchen, besonders in der Hochsaison.
Frühe Geschichte
Die Region um Sankt Englmar in Bayern ist schon seit der Antike ein wichtiger Verkehrs- und Siedlungsknotenpunkt. Die ersten Hinweise auf eine dauerhafte Besiedlung stammen aus der Römerzeit, als die Römer das Gebiet als Teil ihres Netzwerks von Handelswegen nutzten, welche die Alpen durchzogen. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem kleinen Dorf um die Kirche des heiligen Englmar, nach dem der Ort benannt ist. Der Name geht zurück auf den Heiligen Engelmarus, einen Eremiten, dessen Legenden bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen.
Entwicklung zur Neuzeit
In der frühen Neuzeit erlebte Sankt Englmar verschiedene Herrschaftswechsel, die typisch für die Region in Zeiten von Territorialkonflikten waren. Im 17. Jahrhundert wurde der Ort von Konflikten wie dem Dreißigjährigen Krieg betroffen, die weite Teile Mitteleuropas verwüsteten. Dies führte zu einem Bevölkerungsrückgang und einer Stagnation des wirtschaftlichen Lebens. Doch der Ort erholte sich langsam, nicht zuletzt dank des Bergbaus in der Umgebung, der im 18. Jahrhundert wieder ein kleines Wirtschaftswachstum hervorrief.
Aufstieg des Tourismus
Im 19. Jahrhundert begann der Tourismus in Sankt Englmar Fuß zu fassen, was mit der allgemeinen Entdeckung der Alpenregionen durch Naturliebhaber und Abenteurer zusammenfiel. Erste Reisende wurden von der malerischen Landschaft und der klaren Bergluft angezogen. Die Gründung des ersten Hotels in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts markierte den Beginn des organisierten Tourismus. Der Ort wurde besonders bei Bergsteigern populär, die die umliegenden Gipfel erkundeten. Die Eröffnung von Wanderrouten machte den Ort auch für weniger erfahrene Wanderer attraktiv.
Moderne Geschichte
Im 20. Jahrhundert gab es bedeutende Veränderungen in der Region, wobei die beiden Weltkriege auch hier Spuren hinterließen. Der Ort war von den Kriegswirren nicht direkt betroffen, doch die Nachkriegszeiten brachten wirtschaftliche Herausforderungen. In den 1950er und 1960er Jahren erfolgte ein touristischer Aufschwung, als der Wintersport an Bedeutung gewann. Neue Skianlagen und Ferienhäuser zogen Urlauber aus ganz Deutschland an, was wirtschaftlichen Wohlstand mit sich brachte.
Bedeutende Persönlichkeiten
Mehrere angesehene Persönlichkeiten haben Sankt Englmar besucht oder stammen aus der Region. Eine der bekanntesten früheren Besucher ist der deutsche Alpenforscher Heinrich von Barth, der sich für die kleineren und weniger bekannten Alpenregionen interessierte. Weiterhin schätzen einige Künstler und Schriftsteller die Ruhe und die Inspiration, die die Alpenlandschaft bietet, und nutzten diese für ihre Werke.
Kulturerbe
Sankt Englmar hat ein reiches Kulturerbe, das sich in verschiedenen historischen Bauwerken manifestiert. Die Pfarrkirche St. Englmar, mit Ursprüngen im 18. Jahrhundert, ist ein bedeutendes Beispiel barocker Architektur. Auch die traditionellen Feste und Bräuche, wie das Englmarisuchen, das jährlich stattfindet, sind tiefer Bestandteil der kulturellen Identität und ziehen zahlreiche Besucher an, die einen Einblick in die traditionsreiche Geschichte des Ortes erhalten möchten.
Mit dem Auto: Sankt Englmar ist am besten über die A3 erreichbar, die von Regensburg aus etwa 70 km entfernt liegt. Parkplätze sind in der Ortsmitte und bei den Attraktionen ausreichend vorhanden.
Mit der Bahn: Der nächstgelegene Bahnhof ist in der Stadt Straubing, von wo aus Busverbindungen nach Sankt Englmar vorhanden sind.
Mit dem Bus: Es gibt regionale Busverbindungen ab Straubing und Deggendorf, die regelmäßig nach Sankt Englmar verkehren.
Mit dem Flugzeug: Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen München (ca. 140 km entfernt), von dort aus geht es weiter mit Auto oder Bahn.
Vor Ort: Ein gut ausgebautes Netz aus Wanderwegen und öffentlichem Nahverkehr erleichtert die Fortbewegung. Die Sankt Englmar Gästekarte ermöglicht ermäßigten Eintritt zu einigen Sehenswürdigkeiten und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Frühling: Ab März weicht der Schnee und die Temperaturen steigen langsam von 5°C bis auf 15°C, ideal für die ersten Wanderungen.
Sommer: Zwischen Juni und August erwarten die Besucher Temperaturen von 18°C bis 25°C, diese Zeit ist optimal für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Mountainbiken.
Herbst: September und Oktober sind die Monate des „Goldenen Herbstes“ mit milden Temperaturen und klarer Fernsicht, perfekt für Ausflüge.
Winter: Von Dezember bis Februar ist die Region schneesicher, mit Temperaturen häufig unter 0°C, ideal für Wintersport.
Besonderheiten: Föhnwinde können gelegentlich auftauchen und dann sorgt der Regen insgesamt mitunter für abwechselnde Wetterlagen.
- Pröller - Gipfelregion bis zu 1.048m
- Baierweg - Historischer Wanderweg
- WaldWipfelWeg - Aussichtsreicher Baumwipfelpfad
- Bayerwald Xperium - Mitmachmuseum für Naturwissenschaften
- Rodel- und Freizeitparadies St. Englmar
- Predigtstuhl - Beliebtes Wanderziel mit Gipfelkreuz (1.024m)
- Klinglbach Wasserfälle - Naturruhe und Schönheit
- Hirschenstein - Aussichtspunkt auf 1.092m
- Tiermuseum Altnussberg - Einblick in die heimische Tierwelt
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