Lanna
Einleitung
Lanna, ein idyllisches kleines Weiler im Wallis, Schweiz, zieht Wanderer und Bergsteiger gleichermaßen an. Eingebettet in die majestätische Alpenlandschaft bietet dieser stille Ort eine Mischung aus natürlichen Schönheiten und unberührter alpiner Natur, die ihn besonders reizvoll macht.
Lage und Landschaft
Lanna liegt im Herzen des Wallis, einer Region, die bekannt ist für ihre dramatischen Berggipfel und saftigen Täler. Umgeben von prominenten Alpenriesen wie dem Matterhorn und den nahen Viertausendern, präsentiert sich Lanna als idealer Ausgangspunkt für eindrucksvolle Bergtouren. In der Umgebung finden sich kristallklare Bergseen und rauschende Wasserfälle, während die Rhone als Hauptfluss des Wallis wenige Kilometer entfernt fließt und den alpinen Charakter unterstreicht.
Charakter und Ortsbild
Der malerische Weiler Lanna besteht aus einigen traditionellen Walliser Holzhäusern und bietet eine authentische alpine Atmosphäre, wie sie nur noch selten zu finden ist. Die rustikale Architektur mit ihren charakteristischen Schieferdächern fügt sich harmonisch in die Umgebung ein und verleiht Lanna einen unverwechselbaren Charme. Hier erlebt man das ursprüngliche Wallis in seiner reinsten Form.
Bergtouren und Wandern
Lanna ist ein Ausgangspunkt für zahlreiche Wander- und Bergtouren, die von leichten Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Hochtouren reichen. Beliebte Wanderwege führen unter anderem zum nahen Aletschgletscher, dem größten Gletscher der Alpen, oder auf den Simplonpass mit seinen beeindruckenden Ausblicken. Für ambitionierte Bergsteiger bieten sich Touren zu den Gipfeln des Weisshorns oder des weniger bekannten, aber ebenso faszinierenden Bishorn an. Insgesamt gibt es sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Alpinisten passende Routen.
Wintersport
Obwohl Lanna selbst kein eigenes Skigebiet besitzt, befindet sich das Skigebiet Belalp nicht weit entfernt. Hier können Abenteuerlustige eine Vielzahl an Pisten für alle Könnerstufen entdecken. Die Region bietet zudem Möglichkeiten zum Langlaufen und Winterwandern, während das Schlittelangebot für Familien und Rodelfans attraktiv ist.
Sehenswürdigkeiten
In der Umgebung von Lanna lohnt sich ein Besuch der malerischen Kirche von Naters, die stolz mit ihrer barocken Architektur beeindruckt. Historische Museen in Brig, wie das Stockalperpalast, laden zur Besichtigung ein und erzählen von der bewegten Geschichte des Wallis. Diese Sehenswürdigkeiten bieten Abwechslung zum Aktivsein in der Natur.
Infrastruktur für Bergsteiger
Die Infrastruktur in Lanna ist für Bergsteiger gut ausgebaut. In der Nähe des Weilers findet man gut erreichbare Parkmöglichkeiten, und die Bergbahnen in Riederalp und Belalp erleichtern den Zugang zu hochalpinen Gebieten. Zahlreiche Berghütten und Almen bieten nicht nur Verpflegung, sondern auch Übernachtungsmöglichkeiten für mehrtägige Touren.
Praktische Tipps
Die beste Reisezeit für Lanna sind die Sommermonate von Juni bis September, wenn Temperaturen mild sind und die Wanderrouten schneefrei sind. Für Skifahrer und Winterwanderer bietet sich hingegen die Zeit von Dezember bis April an. Eine frühzeitige Buchung der Unterkünfte wird empfohlen, insbesondere in der Hochsaison, um von den besten Bedingungen zu profitieren.
Frühe Geschichte
Lanna, ein kleiner Weiler im Wallis, hat eine Geschichte, die bis in die Zeiten der keltischen Helvetier zurückreicht. Da das Wallis eine bedeutende Durchgangsroute zwischen Nord- und Südeuropa war, hatten die Römer großen Einfluss auf die Region. Reste von römischen Straßen und Münzfunden in der Umgebung deuten darauf hin, dass Lanna bereits in der Römerzeit eine bedeutende Rolle als Handelsstation gespielt haben könnte. Der Name "Lanna" könnte keltischen Ursprungs sein, möglicherweise abgeleitet von "lann", was so viel wie "Ebene" oder "Weide" bedeutet.
Entwicklung zur Neuzeit
Durch das Mittelalter hindurch blieb Lanna eine bäuerliche Gemeinschaft, die durch Feudalwesen und kirchlichen Einfluss geprägt war. Während des Dreissigjährigen Krieges war das Wallis ein strategisch wichtiger Ort, was zu manchem Konflikt führte. Im 18. Jahrhundert wechselten die politischen Zugehörigkeiten des Wallis mehrmals, bis die Region im 19. Jahrhundert schließlich Teil der Schweizerischen Eidgenossenschaft wurde.
Aufstieg des Tourismus
Der Tourismus in Lanna begann im späten 19. Jahrhundert aufzublühen, als Reisende die Alpen als Ziel für Erholung und sportliche Betätigungen entdeckten. Erste Berichte von britischen Alpinisten, die die Walliser Alpen erkundeten, zogen internationale Aufmerksamkeit auf sich. Die Eröffnung der ersten Gasthäuser und der Bau einer Bahnlinie durch das Rhônetal trugen zusätzlich zur Erschließung der Region bei. Lanna bot insbesondere für Wanderer und Naturliebhaber eine interessante Alternative zu den geschäftigeren Skiorten.
Moderne Geschichte
Das 20. Jahrhundert war für Lanna, wie auch für viele andere Orte im Wallis, eine Zeit des Wandels. Während der Weltkriege blieb die Schweiz neutral, spielte jedoch eine entscheidende Rolle als Gastgeberland für Flüchtlinge und Verhandlungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einer starken Entwicklung des Wintertourismus, was auch für Lanna zu wirtschaftlichem Wachstum führte. Neue Infrastrukturen und Skilifte machten den Ort attraktiver für Wintersportler.
Bedeutende Persönlichkeiten
Lanna hat im Laufe der Jahre ein bescheidenes Publikum von bekannten Besuchern gesehen. Dazu gehört die Anwesenheit von Charles Gos, einem Alpinisten und Schriftsteller, der über die Abenteuer in den Walliser Alpen berichtete. Diese Berichte trugen maßgeblich zur Bekanntheit der Region unter alpinistischen Kreisen bei.
Kulturerbe
Das Kulturerbe von Lanna wird durch den Erhalt von traditionellen Walliser Bauernhäusern und kleinen Kapellen geprägt, die die tief verwurzelte katholische Tradition der Region widerspiegeln. Der jährliche Almabtrieb ist eine der lebendigsten Traditionen, bei der geschmückte Kühe von den Sommerweiden ins Tal zurückgeführt werden. Diese Veranstaltungen ziehen Besucher an und bieten einen Einblick in die landwirtschaftlich geprägte Lebensweise der Region.
Insgesamt begeistert Lanna als ein Ort mit reicher Geschichte und echter alpiner Kultur, der Reisende in seine Vergangenheit eintauchen lässt.
Bergbahnen & Lifte in der Nähe
Mit dem Auto: Lanna ist über die Autobahn A9 erreichbar, die durch das Rhonetal führt. Von Bern sind es etwa 2 Stunden und von Zürich ca. 3 Stunden Fahrt. Im Ort stehen zahlreiche Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
Mit der Bahn: Der nächstgelegene größere Bahnhof ist Sion, von dort gibt es regelmäßige Zugverbindungen nach Lanna und in die umliegenden Regionen.
Mit dem Bus: Regelmäßige Postbusverbindungen stellen die Erreichbarkeit auch zu abgelegeneren Dörfern sicher. Flixbusse fahren größere Städte der Region an.
Mit dem Flugzeug: Die nächstgelegenen Flughäfen sind in Genf und Zürich, beide sind etwa 200 km von Lanna entfernt.
Vor Ort: Der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut, mit regelmäßigen Bus- und Bahnverbindungen. Gästekarten bieten oft Rabatte für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und touristische Attraktionen.
Frühling: Die Temperaturen steigen langsam an und reichen von 10-15°C. In höheren Lagen kann es noch kühl sein, während das Tal zu blühen beginnt.
Sommer: Mit Temperaturen zwischen 20-25°C ist es die ideale Zeit für Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten. Die langen, sonnigen Tage eignen sich hervorragend für Bergtouren.
Herbst: Der goldene Herbst bezaubert mit warmen Farbtönen und angenehmen Temperaturen bis 20°C. Die Fernsicht ist in dieser Jahreszeit besonders klar.
Winter: Schneesichere Winter mit Temperaturen um -5 bis 0°C machen die Region zu einem Paradies für Wintersportarten.
Besonderheiten: Der Föhn sorgt manchmal für ungewöhnlich warme Tage im Herbst und Frühling. Der Niederschlag variiert, kann aber besonders im Herbst auftreten, wenn das Tal in Nebel gehüllt ist.
- Matterhorn - Der markanteste Gipfel der Alpen (4.478m)
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