Hohentauern
Einleitung
Hohentauern, ein malerisches Bergdorf in der Steiermark, Österreich, ist ein Paradies für Naturliebhaber und Alpinisten. Eingebettet zwischen majestätischen Gipfeln bietet es eine atemberaubende Landschaft und ein reichhaltiges Angebot an Berg- und Wandermöglichkeiten.
Lage und Landschaft
Hohentauern liegt auf einer Höhe von etwa 1.274 Metern über dem Meeresspiegel in den Niederen Tauern, einer beeindruckenden Bergkette in den österreichischen Alpen. Umringt von markanten Gipfeln wie dem Großen Bösenstein (2.448 m) und dem Kleinen Bösenstein (2.395 m), erstreckt sich die Region über ein malerisches Tal, das von klaren Bächen und saftigen Almwiesen durchzogen ist.
Charakter und Ortsbild
Das Dorf Hohentauern zeichnet sich durch seine traditionelle alpenländische Architektur aus. Holzhäuser mit kunstvoll geschnitzten Fassaden und blumengeschmückten Balkonen prägen das Ortsbild. Die Atmosphäre ist ruhig und beschaulich, fernab von touristischem Trubel, und lädt Gäste ein, sich zu erholen und die Natur in vollen Zügen zu genießen.
Bergtouren und Wandern
In Hohentauern finden Outdoor-Enthusiasten eine Vielzahl von Wander- und Bergtouren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Eine beliebte Route ist die Besteigung des Großen Bösensteins, die mit einer spektakulären Aussicht belohnt wird. Für weniger geübte Wanderer bieten sich die umliegenden Almen wie die Edelrautehütte als lohnenswerte Ziele an. Die Wanderwege sind gut ausgeschildert und führen durch abwechslungsreiche Natur.
Wintersport
Im Winter verwandelt sich Hohentauern in ein kleines, aber feines Wintersportmekka. Das Skigebiet Hohentauern bietet bestens präparierte Pisten für Anfänger und Fortgeschrittene. Darüber hinaus gibt es mehrere Langlaufloipen, die durch die stille, verschneite Landschaft führen und Rodelbahnen für unbeschwerte Stunden im Schnee.
Sehenswürdigkeiten
Neben der beeindruckenden Natur bietet Hohentauern einige kulturelle Highlights. Die Pfarrkirche St. Maria und Leonhard ist ein sehenswertes historisches Bauwerk. Auch das nahegelegene Naturerlebnispark Schauppeler ist einen Besuch wert, wo Besucher mehr über die regionale Flora und Fauna erfahren können.
Infrastruktur für Bergsteiger
Für Bergsteiger und Wanderer ist Hohentauern gut ausgestattet. Es gibt ausreichend Parkplätze als Ausgangspunkte für Touren sowie die Möglichkeit, mit der Mödringbergbahn die Höhenmeter bequem zu bewältigen. Zahlreiche Berghütten und Almen, wie die Edelrautehütte, bieten Rastmöglichkeiten und Übernachtungen an.
Praktische Tipps
Die beste Reisezeit für Hohentauern ist zwischen Juni und September, wenn die Wandersaison ihren Höhepunkt erreicht und das Wetter angenehm ist. Für Wintersportler sind die Monate Dezember bis März ideal. Empfehlenswert ist es, sich über die lokale Wetterlage zu informieren und passende Kleidung sowie Ausrüstung mitzubringen, um die Bergwelt sicher zu genießen.
Frühe Geschichte
Die Geschichte von Hohentauern in der Steiermark reicht bis in die Zeit der keltischen Besiedlung zurück, bevor der Einfluss des Römischen Reiches die Region prägte. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der heutige Ort im 12. Jahrhundert. Der Name "Hohentauern" leitet sich vermutlich aus dem althochdeutschen Wort "dûra" für "Tür" oder "Pass" ab, was auf seine strategische Lage als Übergang im Gebirgszug schließen lässt. Bereits im Mittelalter war dieser Weg eine wichtige Verbindung zwischen dem oberösterreichischen Ennstal und dem steirischen Murtal.
Entwicklung zur Neuzeit
Mit dem Aufstieg der Habsburger und der ständigen Veränderung von Grenzverläufen spielte Hohentauern immer wieder eine Rolle als Grenz- und Handelsstation. In den Wirren der Reformationszeit und der Türkenkriege war die Region nicht nur Rückzugsgebiet, sondern auch Schauplatz verschiedener militärischer Auseinandersetzungen. Die Besetzung durch napoleonische Truppen zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte ebenfalls zu politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen in der Region.
Aufstieg des Tourismus
Die Erschließung der Alpenregionen für den Tourismus begann im 19. Jahrhundert, als sich Hohentauern allmählich von einem ruhigen Bergdorf zu einem Anziehungspunkt für Reisende wandelte. Erste Gasthäuser und Pensionen entstanden, die sich vor allem auf Sommerfrischler spezialisierten. Anfang des 20. Jahrhunderts zogen die Täler der Region vermehrt Bergsteiger an, die sich von den markanten Gipfeln der Niederen Tauern angezogen fühlten. Diese frühen Tourismusaktivitäten legten den Grundstein für die spätere Entwicklung als Naherholungsgebiet.
Moderne Geschichte
Im 20. Jahrhundert war Hohentauern, wie viele andere Alpenregionen, von den beiden Weltkriegen geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erholte sich der Tourismus nur langsam, wurde aber in den 1960er-Jahren durch den aufkommenden Wintersport stark belebt. Der Bau von modernen Skianlagen und Wanderwegen förderte die Entwicklung zu einem ganzjährigen Urlaubsziel. Heute wird die Region sowohl im Winter als auch im Sommer stark frequentiert und trägt zur wirtschaftlichen Stabilität der Region bei.
Bedeutende Persönlichkeiten
Zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die mit Hohentauern in Verbindung gebracht werden, zählt der berühmte Alpinist Heinrich Harrer, der die Region als Ausgangspunkt für zahlreiche Touren nutzte. Auch in der künstlerischen Szene fand Hohentauern Beachtung, wobei es Schriftsteller und Maler wie Peter Rosegger inspirierte, deren Werke bis heute die kulturelle Landschaft der Steiermark beeinflussen.
Kulturerbe
Hohentauern besitzt mehrere historische Bauwerke, darunter die Pfarrkirche zum Heiligen Leonhard, deren Ursprünge bis in das 14. Jahrhundert zurückreichen. Die traditionellen Feierlichkeiten, wie das jährliche Almabtriebsfest, ziehen zahlreiche Besucher an und tragen zur lebendigen Erhaltung der lokalen Bräuche bei. Holzhandwerk und Trachtenpflege sind ebenfalls Ausdruck der kulturellen Identität der Region und werden aktiv gepflegt.
Mit dem Auto: Hohentauern ist bequem über die A9 Pyhrn-Autobahn erreichbar. Von Graz beträgt die Fahrzeit etwa 1,5 Stunden (ca. 120 km), von Wien etwa 2,5 Stunden (ca. 230 km). Kostenlose Parkplätze stehen im Ort und an den Skiliften zur Verfügung.
Mit der Bahn: Der nächstgelegene Bahnhof ist Trieben, etwa 15 km entfernt. Von dort gibt es regionale Busverbindungen nach Hohentauern.
Mit dem Bus: Regelmäßige Buslinien verbinden Hohentauern mit Trieben und den umliegenden Städten. Flixbus bietet Anbindungen an größere Städte in der Region.
Mit dem Flugzeug: Der nächstgelegene Flughafen ist Graz (120 km). Alternativ ist der Flughafen Wien Schwechat in etwa 2,5 Stunden erreichbar (230 km).
Vor Ort: Ein regionaler Busservice sowie Taxidienste erleichtern die Fortbewegung. Viele Hotels bieten Gästekarten an, die Rabatte auf den öffentlichen Nahverkehr bieten.
Frühling: In Hohentauern erwacht die Natur im Frühling bei milden Temperaturen zwischen 5° und 15°C. Die Bedingungen sind ideal für erste Wanderungen.
Sommer: Die Sommer in Hohentauern sind angenehm mit Temperaturen von 20° bis 25°C. Diese Zeit ist ideal für ausgedehnte Wander- und Radtouren.
Herbst: Der Herbst zeigt sich mit kräftigen Farben und kühleren Temperaturen von 10° bis 15°C. Die Fernsicht ist bei klarem Föhnwetter besonders beeindruckend.
Winter: Der Winter ist schneesicher, mit Temperaturen oft unter 0°C. Ideal für Wintersportler, insbesondere Skifahrer und Schneeschuhwanderer.
Besonderheiten: Der Föhn kann gelegentlich für plötzliche Temperaturanstiege sorgen. Die Region verzeichnet während des Jahres moderate Niederschläge, mit Spitzen im Sommer.
- Großer Bösenstein - Markanter Berggipfel mit 2.448m
- Triebenstein - Malerisch gelegener Bergsee
- Keltenberg Hohentauern - Historisch-keltische Ausgrabungen
- Wasserfallweg - Romantischer Wanderpfad entlang rauschender Wasserfälle
- Tauernbahn - Historische alpine Bahnstrecke mit beeindruckenden Viadukten
- Wolitzenalm - Bilderbuch-Alm mit Panoramablick
- Alpenblumengarten Hohentauern - Farbenprächtiger botanischer Garten
- Schneealm - Hochplateau mit atemberaubender Aussicht
- Judenburg 0 Einr.
- Schöder 0 Einr.
- Sankt Peter ob Judenburg 0 Einr.
- St. Peter am Kammersberg 0 Einr.