Hohenau an der March
Einleitung
Hohenau an der March ist ein malerisches Dorf im nördlichen Niederösterreich, nahe der Grenze zur Slowakei. Die Lage direkt an der March macht diesen Ort besonders reizvoll für Naturliebhaber und Ruhesuchende, die die idyllische Flusslandschaft und die nahegelegenen March-Thaya-Auen erkunden möchten.
Lage und Landschaft
Hohenau an der March liegt in der Flussebene der March, umgeben von einer einzigartigen Auenlandschaft. Das Dorf ist eingebettet zwischen den sanften Hügeln der Alpenausläufer und den weitläufigen, grünen Wiesen der March-Thaya-Auen. Diese bieten viel Raum für gemütliche Wanderungen und Tierbeobachtungen, insbesondere für Ornithologen, da die Auen ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel sind.
Charakter und Ortsbild
Das Ortsbild von Hohenau an der March ist geprägt durch traditionelle, gut erhaltene Bauernhäuser und kleine Gassen, die einen Einblick in die lokale Bauweise bieten. Die Atmosphäre des Ortes ist ruhig und geprägt von der Nähe zur Natur. Hier stehen Erholung und Gelassenheit an erster Stelle.
Bergtouren und Wandern
Zwar ist Hohenau an der March selbst kein klassisches Bergsteigerziel, doch die umliegenden March-Thaya-Auen bieten vielfältige Wanderwege für alle Erfahrungsstufen. Besonders beliebt sind die naturkundlichen Wanderungen durch die Auenlandschaften, die Einblicke in die Flora und Fauna der Region geben. Startpunkte für Wanderungen finden sich im gesamten Ortskern und bieten Zugang zu gut ausgeschilderten Wegen.
Wintersport
Wintersport spielt in Hohenau an der March aufgrund der geografischen Lage keine zentrale Rolle. Die flache Landschaft eignet sich jedoch gut für Winterwanderungen oder Rodeln für die jüngeren Familienmitglieder.
Sehenswürdigkeiten
Eine der Sehenswürdigkeiten des Ortes ist die Pfarrkirche Hohenau, die durch ihre schlichte, aber ansprechende Architektur beeindruckt. Zudem bietet das nahegelegene Museumsdorf Niedersulz, ein Freilichtmuseum, interessante Einblicke in das Leben in der Region im 19. Jahrhundert, und ist einen Ausflug wert.
Infrastruktur für Bergsteiger
Während Hohenau an der March selbst eher weniger für den klassischen Alpinismus geeignet ist, gibt es dennoch einige Annehmlichkeiten für Wanderer. Lokale Gasthäuser bieten traditionelle österreichische Küche zur Stärkung nach oder vor den Touren. Die nahegelegenen Parkplätze bieten ausreichende Möglichkeiten für Anreisende mit dem Auto.
Praktische Tipps
Die beste Reisezeit für einen Besuch in Hohenau an der March ist der Frühling oder Herbst, wenn die Natur in voller Blüte steht oder sich in bunten Herbstfarben zeigt. Empfehlenswert ist es, ein Fernglas für die Vogelbeobachtungen mitzunehmen, sowie festes Schuhwerk für die Wanderungen in den Auen.
Frühe Geschichte
Hohenau an der March, gelegen im Nordosten von Niederösterreich, weist eine lange Geschichte der Besiedlung auf. Spuren deuten darauf hin, dass die Region bereits in der Jungsteinzeit von Menschen bewohnt wurde. In der Römerzeit war das Gebiet strategisch wichtig, was archäologische Funde belegen. Der mittelalterliche Name "Hohenau" stammt vom althochdeutschen "hoh" für "hoch", was auf die relativ erhöhte Lage hinweist, die Schutz vor Überschwemmungen bot.
Entwicklung zur Neuzeit
Im Laufe der Jahrhunderte erlebte Hohenau zahlreiche Herrschaftswechsel. Im Mittelalter war die Region Teil der Babenberger und später der Habsburger Herrschaft. Die Hussitenkriege und die Türkenbelagerungen hinterließen ebenfalls ihre Spuren in der Region. Im 16. Jahrhundert führte die Reformation zu religiösen Umwälzungen. Schließlich prägten die Napoleonischen Kriege den Ort maßgeblich, als die Armeen durch die Region zogen.
Aufstieg des Tourismus
Im 19. Jahrhundert begann der Tourismus Hohenau an der March zu erreichen. Mit der Eröffnung der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn wurde die Region zunehmend für Reisende zugänglich. Erste Unterkunftsmöglichkeiten entstanden, und die malerische Landschaft lockte Naturfreunde und Erholungssuchende. Persönlichkeiten der Wiener Gesellschaft besuchten die Gegend, um dem städtischen Trubel zu entfliehen und die Ruhe der Natur zu genießen.
Moderne Geschichte
Im 20. Jahrhundert erlebte Hohenau wichtige Entwicklungen, insbesondere im Zuge der beiden Weltkriege. Nach 1945 war die Region zunächst von der Besatzung betroffen, bevor der Wiederaufbau begann. Die Nachkriegsjahre brachten wirtschaftlichen und infrastrukturellen Fortschritt, der auch den Tourismus erneut ankurbelte. Die Einbindung in das österreichische Verkehrsnetz machte Hohenau zu einem beliebten Ausflugsziel.
Bedeutende Persönlichkeiten
Eine bekannte Persönlichkeit aus Hohenau ist der Musiker Ernst Molden, der die Tradition der Region musikalisch verarbeitet hat. Weitere bedeutende Besucher und Einwohner sind Alpinisten aus der Wiener Bergsteiger-Szene, die Hohenau als Ausgangspunkt für ihre Touren in die umliegenden Berge wählten. Auch Schriftsteller und Künstler haben sich von der Region inspirieren lassen.
Kulturerbe
Hohenau an der March ist reich an historischem Erbe und Bräuchen. Von besonderem Interesse ist die Pfarrkirche, die im barocken Stil erbaut wurde und ein bedeutendes Beispiel der Sakralarchitektur darstellt. Traditionen wie das Erntedankfest und regionale Bräuche werden bis heute lebendig gehalten, was Besuchern einen tiefen Einblick in das lokale Leben und die Kultur bietet. Diese Elemente tragen wesentlich zum Charme und der Anziehungskraft von Hohenau bei und machen den Ort zu einem faszinierenden Reiseziel für Kulturinteressierte.
Mit dem Auto: Hohenau an der March ist über die B49 gut mit dem Auto erreichbar. Von Wien aus sind es etwa 70 Kilometer, die in ungefähr einer Stunde Fahrtzeit zurückgelegt werden können. In der Stadt sind Parkmöglichkeiten in der Nähe der Hauptsehenswürdigkeiten vorhanden.
Mit der Bahn: Die ÖBB bietet regelmäßige Verbindungen von Wien nach Hohenau an der March. Der Bahnhof ist zentral gelegen und bietet eine gute Ausgangsbasis für alle Unternehmungen in der Region.
Mit dem Bus: Regionale Buslinien verbinden Hohenau mit den umliegenden Gemeinden. Fernbusanbieter wie Flixbus bieten Verbindungen in größere Städte, jedoch nicht direkt nach Hohenau.
Mit dem Flugzeug: Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Wien-Schwechat, etwa 80 Kilometer entfernt. Von dort aus geht es weiter mit dem Zug oder Mietwagen.
Vor Ort: Es gibt einen gut organisierten öffentlichen Nahverkehr und die Umgebung lässt sich hervorragend mit dem Fahrrad erkunden. Eine Gästekarte bietet oft Ermäßigungen für Transport und Eintrittspreise.
Frühling: Die Region erwacht im Frühling bei milden Temperaturen von 10-15°C, ideal für Wanderungen und Naturerkundungen in den March-Thaya-Auen.
Sommer: In den Sommermonaten steigt das Thermometer auf angenehme 25-30°C. Die beste Zeit für Radtouren und längere Ausflüge.
Herbst: Der Herbst in Hohenau zeigt sich in prächtigen Farben mit klarer Fernsicht bei Temperaturen um 15-20°C. Ideal für Spaziergänge und Fototouren.
Winter: Die Winter sind kalt, jedoch selten extrem, mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Schneefälle sind relativ selten, aber es gibt gelegentliche Frosttage.
Besonderheiten: Die Region ist gelegentlich vom Föhn betroffen, der für anormal warme Tage zu jeder Jahreszeit sorgen kann. Niederschläge sind moderat verteilt, mit mäßigem Regen im Frühjahr und Herbst.
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