Gimmelwald

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Touren
Über Gimmelwald

Einleitung
Gimmelwald, ein charmantes Bergdorf in der Schweiz, liegt auf einer sonnigen Terrasse hoch über dem Lauterbrunnental. Es ist besonders bekannt für seine unberührte Natur und seine atemberaubenden Panoramablicke auf die Berner Alpen.

Lage und Landschaft
Gimmelwald befindet sich im Berner Oberland, eingebettet in die majestätischen Bergkulissen der Jungfrau-Region. In unmittelbarer Nähe thront der gewaltige Gipfel des Schilthorns. Zu Füßen des Dorfes fließt der tosende Lütschine-Fluss durch das idyllische Lauterbrunnental, das mit seinen steilen Felswänden und zahlreichen Wasserfällen beeindruckt.

Charakter und Ortsbild
Der Ort besticht durch seine traditionelle Schweizer Architektur mit urigen Holzhäusern und blumengeschmückten Balkonen. Die Atmosphäre ist ruhig und authentisch – ein Rückzugsort fernab von Touristenmassen. Gimmelwald hat seinen ursprünglichen Charakter bewahrt und bietet einen Einblick in das ländliche Leben der Region.

Bergtouren und Wandern
Zu den beliebten Wanderwegen zählt der Gimmelwald-Mürren-Rundweg, der leicht zugänglich ist und auch für Anfänger geeignet ist. Anspruchsvollere Wanderer können sich auf den anspruchsvollen Aufstieg zum Schilthorn wagen, wo sie mit einem spektakulären Rundblick belohnt werden. Ausgangspunkte für zahlreiche Touren sind direkt im Dorf zu finden, wodurch Gimmelwald ein idealer Ausgangspunkt für Bergwanderer ist.

Wintersport
Gimmelwald selbst besitzt keine eigenen Skilifte, profitiert aber von der Nähe zu den Skigebieten von Mürren und Schilthorn. Diese bieten eine Vielzahl von Pisten für unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Langlaufloipen und Rodelbahnen befinden sich ebenfalls in der näheren Umgebung, was den Winterspaß vervollständigt.

Sehenswürdigkeiten
Das Tal mit seinen 72 Wasserfällen, darunter der berühmte Staubbachfall, ist eine der Hauptattraktionen. In der Nähe liegt auch das Trümmelbachfälle-System, tief in den Fels eingelassen, das sich ideal für einen Tagesausflug eignet. Diese einzigartigen geologischen Formationen sind ein Muss für jeden Besucher.

Infrastruktur für Bergsteiger
Gimmelwald ist über die Luftseilbahn gut erreichbar, die eine direkte Verbindung ins Tal und zu den umliegenden Bergstationen bietet. Einige Berghütten und Gasthäuser in der Gegend bieten Verpflegung und Übernachtungsmöglichkeiten für Bergsteiger. Öffentliche Parkplätze sind zwar limitiert, jedoch kann man das Dorf ideal per öffentlichem Verkehr erreichen.

Praktische Tipps
Die beste Reisezeit ist von Juni bis September, wenn die Wanderwege geöffnet und das Wetter stabil sind. Für Wintersportler empfiehlt sich ein Besuch zwischen Dezember und April. Reisende sollten die örtlichen Wetterbedingungen stets im Blick haben, da das Wetter in den Bergen schnell umschlagen kann. Gimmelwald eignet sich hervorragend für alle, die Ruhe und Erholung in der Natur suchen.

Geschichte

Frühe Geschichte

Der kleine Weiler Gimmelwald im Berner Oberland hat eine lange Geschichte, die bis in das Mittelalter zurückreicht. Obwohl direkte Belege für die Besiedlung in vorrömischer Zeit fehlen, spielt die Region eine Rolle im Netz der Handelswege über die Alpen. Der Name "Gimmelwald" leitet sich vermutlich vom althochdeutschen "Gimel" ab, was so viel wie "guter Ort" bedeutet. Im Mittelalter diente das Dorf als wichtige Station für Hirten und Händler, die die Bergpässe nutzten.

Entwicklung zur Neuzeit

Im Laufe der Jahrhunderte erlebte Gimmelwald mehrere Herrschaftswechsel, besonders während der konfliktreichen Zeit des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. Die Eidgenossenschaft festigte im 16. Jahrhundert ihre Kontrolle über das Gebiet. Während der napoleonischen Kriege kam es zur Besetzung durch französische Truppen, was die lokale Wirtschaft stark belastete.

Aufstieg des Tourismus

Der Tourismus begann im 19. Jahrhundert, langsam Fuß zu fassen, als Reisende die Schönheit der Alpen entdeckten. Gimmelwald selbst blieb lange ein Geheimtipp. Erst Bergsteiger-Pioniere und Wanderer, die von den spektakulären Ausblicken angezogen wurden, machten den Ort bekannt. Die ersten einfachen Unterkünfte entstanden, um diesen neuen Besuchergruppen gerecht zu werden, und ebneten den Weg für den späteren Ausbau touristischer Infrastruktur.

Moderne Geschichte

Im 20. Jahrhundert wurde das Leben in Gimmelwald durch die beiden Weltkriege beeinflusst, obwohl der Ort selbst weitgehend unberührt von direkter Kriegsführung blieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Tourismus eine neue Blütezeit, unterstützt durch die Entwicklung besserer Verkehrsverbindungen und die Förderung des ländlichen Tourismus. In den 1960er Jahren wurde Gimmelwald durch den Bau der Seilbahn nach Mürren besser erreichbar, was die Besucherzahlen weiter ansteigen ließ.

Bedeutende Persönlichkeiten

Gimmelwald hat im Laufe seiner Geschichte viele interessante Persönlichkeiten angezogen, darunter den britischen Bergsteiger Edward Whymper, der im 19. Jahrhundert die Region bereiste. Der Tourismus-Pionier und Naturschützer Walter Mittelholzer besuchte in den 1920er Jahren das Gebiet und trug zur Bekanntheit des Ortes bei. Auch Schriftsteller und Maler haben sich vom malerischen Ambiente inspirieren lassen.

Kulturerbe

Das Erbe von Gimmelwald manifestiert sich in seinen traditionellen Chalets und alten Bauernhäusern, die die alpine Architektur widerspiegeln. Jährliche Feste, wie das Almabtrieb-Festival, erhalten lokale Bräuche am Leben. Die Bewahrung der alpinen Weidewirtschaft ist ein zentrales Element der kulturellen Identität und trägt zur Authentizität des Ortes bei. Trotz der globalen Einflüsse bleibt Gimmelwald ein authentisches Stück Alpenkultur.

Bergbahnen & Lifte in der Nähe
Jungfraujoch - Top of Europe
Bergstation
3.454 m
Kapazität
2200 Pers.
Website
Hockenhorngrat
Bergstation
3.091 m
Schilthornbahn
Bergstation
2.970 m
Kapazität
1600 Pers.
Website
Gandegg
Bergstation
2.721 m
Riggli
Bergstation
2.685 m
Oberjoch
Bergstation
2.498 m
Riggli
Bergstation
2.367 m
Lauberhornschulter
Bergstation
2.323 m
Eiger Express
Bergstation
2.320 m
Kapazität
2600 Pers.
Website
Chrinnenboden (Schilt)
Bergstation
2.258 m

Mit dem Auto: Gimmelwald ist autofrei, daher parkt man am besten in Stechelberg, das ca. 1,5 Stunden von Bern entfernt liegt. Es gibt Parkmöglichkeiten in Stechelberg und Lauterbrunnen.

Mit der Bahn: Fahren Sie mit dem Zug nach Lauterbrunnen. Von dort gibt es Transfers per Bus oder Seilbahn.

Mit dem Bus: Regelmäßige Busse fahren von Lauterbrunnen nach Stechelberg.

Mit dem Flugzeug: Die nächsten internationalen Flughäfen sind Zürich (ca. 150 km) und Genf (ca. 230 km).

Vor Ort: Nutzen Sie Seilbahnen und eine Gästekarte, die oft den kostenlosen oder vergünstigten Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln bietet.

Frühling: Die Temperaturen steigen allmählich an und die Landschaft erwacht mit bunten Blumenwiesen.

Sommer: Mit durchschnittlichen Temperaturen von 15-25°C ist der Sommer ideal zum Wandern. Juli und August bieten die meisten Sonnenstunden.

Herbst: Der September bringt milde Temperaturen und klare Tage, ideal für Weitsichtwanderungen.

Winter: Die Region ist schneesicher mit Temperaturen zwischen -5 und -10°C. Perfekt für Wintersport.

Besonderheiten: Der Föhnwind kann plötzliche Temperaturanstiege verursachen. Das Tal bekommt regelmäßig Niederschläge, besonders im Sommer und Herbst.

Parkplätze in der Nähe
Coach Bus Parking

-

10 Plätze Kostenlos
Parkhaus Lauterbrunnen

-

0,01 € Gebührenpflichtig
Noch keine Einrichtungen erfasst.
Highlights
  • Jungfrau - Majestätischer Berg (4.158m)
  • Schilthorn - Bekannt aus James Bond (2.970m)
  • Trümmelbachfälle - Unterirdische Wasserfälle
  • Allmendhubel - Panorama-Fernwanderweg
  • Via Ferrata Mürren-Gimmelwald - Atemberaubende Klettersteigroute
  • Lauterbrunnental - Beeindruckendes Tal mit 72 Wasserfällen
  • Schwarzmonch - Alpine Gipfeltour (3.640m)
  • Bachalpsee - Malerischer Bergsee in der Nähe
Aktivitäten
Bergwandern auf dem Via Alpina Klettern & Klettersteige wie der Via Ferrata Paragliding über dem Lauterbrunnental Mountainbiken auf Bergpfaden Skifahren bei Mürren-Schilthorn Langlauf in der Jungfrau Region Winterwandern durch die verschneiten Wälder Wellness in alpinen Hotels Rodelwelt First in Grindelwald Schneeschuhwandern in unberührter Natur
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