Altenmarkt bei Sankt Gallen
Einleitung
Altenmarkt bei Sankt Gallen ist ein idyllisches Dörfchen in der Steiermark, Österreich. Umgeben von der majestätischen Bergkulisse der Alpen, bietet Altenmarkt ein ruhiges und zugleich eindrucksvolles Naturerlebnis. Der Ort ist besonders für Bergwanderer und Naturliebhaber attraktiv, die die unberührte Schönheit der Region entdecken möchten.
Lage und Landschaft
Altenmarkt bei Sankt Gallen liegt im Nordosten der Steiermark, eingebettet in die malerischen Ausläufer der Ennstaler Alpen. In der Nähe fließt der Salza-Fluss, der sich durch tiefe Schluchten seinen Weg bahnt. Die umliegende Bergwelt bietet Panoramablicke, vor allem auf den markanten Gipfel des Buchsteins. Dieser ideale Ausgangspunkt für Outdoor-Aktivitäten ist gleichzeitig Teil des Naturparks Steirische Eisenwurzen.
Charakter und Ortsbild
Das malerische Dorf besticht durch seine traditionelle alpenländische Architektur mit rustikalen Holzhäusern und blühenden Bauerngärten. Die Atmosphäre ist entspannt und einladend, was sowohl durch die Gastfreundschaft der Einheimischen als auch durch die gepflegten kleinen Straßenzüge unterstrichen wird. Hier scheint die Zeit langsamer zu vergehen, was zur Erholung und Entspannung einlädt.
Bergtouren und Wandern
Der Nationalpark Gesäuse bietet eine Vielzahl von Wander- und Bergsteigerrouten für alle Schwierigkeitsgrade. Vom gemütlichen Spaziergang entlang der Salza bis hin zur anspruchsvollen Besteigung der Hochtorgruppe – für jeden ist etwas dabei. Beliebte Routen führen zur Ennstaler Hütte oder über das Lettmairauer Kar zur spektakulären Aussicht am Hochzinödl. Als Ausgangspunkt dient oft der Parkplatz Weidendom im Gesäuse.
Wintersport
Im Winter wird die Region rund um Altenmarkt bei Sankt Gallen zu einem Paradies für Langläufer. Die gut präparierten Strecken bieten sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene die passende Herausforderung. Rodelmöglichkeiten gibt es ebenfalls in der Nähe, sie bieten Spaß für die ganze Familie. Das Skigebiet Präbichl, etwa eine Autostunde entfernt, sorgt zudem für abwechslungsreiche Pistentage.
Sehenswürdigkeiten
Neben der wunderschönen Natur hat Altenmarkt auch kulturell einiges zu bieten. Die Kirche St. Blasius beeindruckt mit ihrem gotischen Baustil. Das nahe gelegene Stift Admont lockt mit seiner berühmten Bibliothek, die als die größte Klosterbibliothek der Welt gilt. Weitere Ausflugsziele sind die historischen Bergwerksanlagen in der Region, die spannende Einblicke in die industrielle Vergangenheit bieten.
Infrastruktur für Bergsteiger
Für Bergsteiger stehen in der Region mehrere Hütten zur Verfügung, darunter die Mödlinger Hütte und die Ennstaler Hütte, die gemütliche Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Bergbahnen sind in der näheren Umgebung eher selten, was jedoch den Reiz der ursprünglichen Naturerfahrung erhöht. Parkmöglichkeiten gibt es am Eingang der Nationalparks, von wo aus viele Touren starten.
Praktische Tipps
Die beste Zeit für Wanderungen ist zwischen Juni und September, wenn das Wetter stabil und die Wege größtenteils schneefrei sind. Für Wintersport empfehlen sich die Monate Dezember bis Februar. Besonders wichtig: Auf angemessene Ausrüstung achten, da die Bedingungen in den Alpen rasch wechseln können. Zudem ist es ratsam, sich vorab über die aktuelle Wetterlage zu informieren. Ein mehrtägiger Aufenthalt bietet die Möglichkeit, die Vielfalt der Region in vollen Zügen zu genießen.
Frühe Geschichte
Altenmarkt bei Sankt Gallen, ein malerischer Ort in der Steiermark, hat eine lange und facettenreiche Geschichte. Erste Spuren menschlicher Besiedlung gehen auf die Römerzeit zurück, als die Region Teil der Provinz Noricum war. Der Name "Altenmarkt" deutet darauf hin, dass es wahrscheinlich schon im frühen Mittelalter einen Markt oder Handelsplatz gab. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem 12. Jahrhundert, als die Region von platanenreichen Wäldern und Ackerland geprägt war.
Entwicklung zur Neuzeit
Im Laufe der Jahrhunderte erlebte Altenmarkt bei Sankt Gallen zahlreiche Umwälzungen und Herrschaftswechsel. Im Zuge der Habsburger-Eroberungen wurde die Region in die österreichische Monarchie integriert. Der Ort war während der Türkenkriege eine Zufluchtsstätte für viele Menschen und profitierte wirtschaftlich von seiner Lage an bedeutenden Handelsrouten. Nach der Neuordnung der politischen Grenzen im 19. Jahrhundert verblieb Altenmarkt in einer relativ stabilen politischen Lage.
Aufstieg des Tourismus
Die Entdeckung der Alpenregionen durch Reisende im 19. Jahrhundert führte auch in Altenmarkt zu einem Aufschwung des Tourismus. Die ersten Reisenden waren zumeist wohlhabende Städter auf der Suche nach Erholung und Abenteuer. Bergsteiger-Pioniere begannen, die nahegelegenen Gipfel zu erkunden, und die erste Wanderhütte wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Bald darauf folgten die ersten Hotels und Pensionen, die die wachsende Zahl von Touristen beherbergten.
Moderne Geschichte
Das 20. Jahrhundert brachte sowohl Herausforderungen als auch Entwicklungen mit sich. Während der Weltkriege blieb Altenmarkt bei Sankt Gallen von größeren Zerstörungen verschont, befand sich jedoch unter der wirtschaftlichen Knappheit der Kriegsjahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg profitierte die Region vom verstärkten Inlandstourismus, als viele Österreicher ihre Ferien im eigenen Land verbrachten. Die Nachkriegszeit war geprägt von einem erneuten Aufschwung des Tourismus und der Verbesserung der Infrastruktur.
Bedeutende Persönlichkeiten
Obwohl Altenmarkt bei Sankt Gallen nie als Heimat bedeutender historischer Persönlichkeiten bekannt wurde, haben zahlreiche Alpinisten die Berge rundherum erkundet und beschrieben. In der jüngeren Vergangenheit haben einige Autoren und Künstler den Ort besucht und in ihren Werken verewigt, was dazu beigetragen hat, seine kulturelle Bedeutung zu mehren.
Kulturerbe
Das reichhaltige Kulturerbe von Altenmarkt zeigt sich in seinen traditionellen Bräuchen und historischen Bauwerken. Die Pfarrkirche, ein Meisterwerk barocker Baukunst, und einige gut erhaltene Bauernhöfe bieten einen Einblick in die Architektur vergangener Jahrhunderte. Traditionelle Feste wie das jährliche Erntedankfest und regionale Handwerkskunst bewahren die kulturelle Identität des Ortes und ziehen sowohl Einheimische als auch Touristen an.
Mit dem Auto: Altenmarkt bei Sankt Gallen ist einfach über die A9 Pyhrn Autobahn zu erreichen. Aus Wien beträgt die Fahrzeit ca. 3 Stunden (220 km), während Graz ca. 1,5 Stunden (120 km) entfernt liegt. Vor Ort stehen zahlreiche Parkplätze zur Verfügung.
Mit der Bahn: Der nächstgelegene größere Bahnhof ist in Selzthal, von wo aus regelmäßige Regionalverbindungen nach Altenmarkt bestehen.
Mit dem Bus: Regionale Busverbindungen verbinden Altenmarkt mit umliegenden Städten und Gemeinden. Fernbusse wie Flixbus halten in den größeren Städten der Region.
Mit dem Flugzeug: Die nächstgelegenen Flughäfen sind in Graz (120 km) und Linz (150 km).
Vor Ort: Der öffentliche Nahverkehr wird durch regionale Busse abgedeckt. Viele Unterkünfte bieten eine Gästekarte, die kostenfreie oder vergünstigte Fahrten ermöglicht.
Frühling: Im Frühling erwacht die Region aus dem Winterschlaf, mit Temperaturen zwischen 5-15°C. Ideal für entspannte Wanderungen.
Sommer: Der Sommer bietet mit Temperaturen von 20-30°C optimale Bedingungen für Outdoor-Aktivitäten und Wanderungen.
Herbst: Der Herbst in Altenmarkt ist bekannt für seine farbenfrohe Laubpracht und klaren Weitblicke bei Temperaturen um die 10-20°C.
Winter: Mit Temperaturen von -5 bis 5°C und einer hohen Schneesicherheit, ist der Winter perfekt zum Skifahren und anderen Winteraktivitäten.
Besonderheiten: Gelegentlich bringen Föhnwinde milde Temperaturen, während die jährlichen Niederschläge moderat sind, was zu einer üppigen, grünen Landschaft beiträgt.
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