Achen (b Evenhausen, Oberbay)
Einleitung
Achen, ein malerischer Weiler in der bayerischen Region Oberbayern, unweit von Evenhausen gelegen, besticht durch seine ruhige Lage und die Nähe zu den umliegenden Alpenlandschaften. Dieser beschauliche Ort bietet sowohl Ruhe und Entspannung als auch spannende Outdoor-Aktivitäten für Wanderer und Bergliebhaber.
Lage und Landschaft
Achen befindet sich eingebettet im hügeligen Voralpenland Westbayerns, nahe dem Chiemgau. Die Region ist geprägt von sanft ansteigenden Wiesen, dichten Wäldern und der Nähe zu den imposanten Gipfeln der Chiemgauer Alpen, die sich am Horizont majestätisch erheben. Zahlreiche Bäche und kleine Seen bereichern die facettenreiche Landschaft und bieten die perfekte Kulisse für Naturfreunde und Erholungssuchende.
Charakter und Ortsbild
Der Weiler Achen zeichnet sich durch seine traditionelle, ländliche Architektur aus, mit typischen bäuerlichen Anwesen und blumengeschmückten Balkonen, die sich harmonisch in die idyllische Umgebung einfügen. Die Atmosphäre ist von Ruhe und Gelassenheit geprägt, lediglich unterbrochen vom Zwitschern der Vögel und dem gelegentlichen Läuten der Kirchenglocken aus benachbarten Orten.
Bergtouren und Wandern
Für Wanderer und Bergsteiger bietet die Umgebung von Achen zahlreiche Möglichkeiten. Die Chiemgauer Alpen locken mit abwechslungsreichen Routen, die alle Schwierigkeitsgrade abdecken. Beliebte Ausgangspunkte sind unter anderem der Wanderparkplatz in Marquartstein, von wo aus man die Kampenwand erklimmen kann, oder der Ausgangspunkt in Bergen, der zum Hochfelln führt. Die Touren sind gut ausgeschildert, und es lohnt sich, die Panoramen auf den Gipfeln zu genießen.
Wintersport
Obwohl Achen selbst keine Wintersportanlagen umfasst, ist es ein idealer Punkt für Ausflüge in nahegelegene Gebiete. Das Skigebiet Winklmoosalm und die Steinplatte erreichen Sportbegeisterte in unter einer Stunde Fahrt. Diese Regionen bieten sowohl präparierte Pisten für Skifahrer als auch Langlaufloipen und Rodelbahnen, die Winterfreunde herbeisehnen.
Sehenswürdigkeiten
In der Nähe von Achen finden sich einige kulturelle Schätze. Besonders sehenswert sind die historische Stadt Wasserburg am Inn mit ihren malerischen Gassen und die barocke Wallfahrtskirche in Tuntenhausen, die reich an prachtvollen Fresken und Stuckarbeiten ist. Diese Ausflugsziele bieten eine willkommene Abwechslung zu den sportlichen Aktivitäten und laden zur Erkundung der Geschichte und Kultur des Landstrichs ein.
Infrastruktur für Bergsteiger
Rund um Achen stehen den Wanderern und Bergsteigern zahlreiche Infrastrukturen zur Verfügung. Die Region ist bekannt für ihre gut ausgebauten Bergbahnen und Seilbahnen, wie die Kampenwandbahn oder die Hochfellnbahn, die den bequemen Zugang zu den Höhen erleichtern. Zudem gibt es ausreichende Parkmöglichkeiten an vielen Ausgangspunkten der Wanderwege. Zahlreiche bewirtschaftete Almhütten bieten kulinarische Spezialitäten und Erfrischungen für hungrige Wanderer.
Praktische Tipps
Die beste Reisezeit für Achen ist sicherlich die milde Frühjahrs- und die goldene Herbstsaison, wenn das Wetter angenehm zum Wandern ist und die Natur in vollem Farbspektakel erstrahlt. Es empfiehlt sich, frühzeitig Unterkunftsmöglichkeiten in den umliegenden Ortschaften zu buchen, da die Region bei Wanderern und Naturliebhabern beliebt ist. Vergessen Sie nicht, wetterfeste Kleidung mitzunehmen, da sich die Witterung in den Bergen schnell ändern kann.
Frühe Geschichte
Achen bei Evenhausen, ein beschauliches Dörfchen in Oberbayern, wurde wahrscheinlich schon früh besiedelt, wie viele Dörfer in der Alpenregion. Im Römischen Reich war das Gebiet ein Teil der Provinz Raetia. Der Name "Achen" leitet sich wahrscheinlich von dem keltischen Wort "Ach" oder "Aqua" ab, was auf Wasser oder einen Fluss hindeutet. Diese Namensgebung verweist auf die Bedeutung natürlicher Wasserquellen für frühe Siedlungen in dieser Region.
Entwicklung zur Neuzeit
Während des Mittelalters gehörte Achen zur Grafschaft Andechs-Meranien. Später geriet das Gebiet unter die Kontrolle der Wittelsbacher Herzöge, die Bayern über Jahrhunderte regierten. Die wechselnden Herrschaften und Kriege in Europa hinterließen auch Spuren in der Region, auch wenn Achen dank seiner abgeschiedenen Lage vor größeren Konfrontationen verschont blieb.
Aufstieg des Tourismus
Der Tourismus in Achen entwickelte sich erst spät. Die Schönheit der umliegenden Alpenlandschaft wurde im 19. Jahrhundert von Reisenden entdeckt, die mit der Bahn oder der Kutsche nach Oberbayern reisten. Erste Gasthäuser entstanden, um den zunehmenden Besucherstrom zu bewältigen. Alpinisten und Naturliebhaber entdeckten die Region, und Achen wurde ein hübscher Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren.
Moderne Geschichte
Im 20. Jahrhundert musste die Region um Achen die Folgen der beiden Weltkriege sowie der darauffolgenden Wirtschaftskrisen bewältigen. Während des Kalten Krieges genoss die Region dann eine gewissen Aufschwung, da viele Menschen die Alpen als Rückzugsort und Erholungsgebiet wiederentdeckten. In den letzten Jahrzehnten wurde Achen in die Bestrebungen zur Förderung des nachhaltigen Tourismus einbezogen.
Bedeutende Persönlichkeiten
Obwohl Achen selbst ein kleines Dorf ist, sind die Persönlichkeiten, die die Region beeinflussten, oft überregional bekannt. Zu ihnen gehören Pioniere des Alpinismus, die in den Garmischer Alpengebieten ihre Spuren hinterließen, sowie lokale Künstler und Handwerker, die durch ihre Arbeiten das kulturelle Leben bereicherten.
Kulturerbe
In Achen finden sich einige typische Merkmale der bayerischen Architektur, wie Fachwerkhäuser und alte Bauernhöfe, die von der langen landwirtschaftlichen Tradition zeugen. Jährliche Feste und Bräuche, wie der Almabtrieb und traditionelle Bayerische Trachtenfeste, sind reichlich vorhanden und sorgen dafür, dass die Kultur und Traditionen der Region lebendig bleiben, was den Charme und die Authentizität der Region unterstreicht.
Mit dem Auto: Achen ist über die Autobahn A8 von München (ca. 90 km) in Richtung Salzburg erreichbar. Nehmen Sie die Ausfahrt Bernau am Chiemsee, dann weiter auf der Bundesstraße B305. Kostenlose Parkplätze stehen in der Ortsmitte zur Verfügung.
Mit der Bahn: Der nächste Bahnhof ist in Prien am Chiemsee, von dort weiter mit dem Bus oder Taxi nach Achen.
Mit dem Bus: Regelmäßige Busverbindungen von Prien am Chiemsee nach Achen sind verfügbar. Flixbusse fahren bis Salzburg oder München.
Mit dem Flugzeug: Die nächsten Flughäfen sind München (ca. 120 km) und Salzburg (ca. 70 km).
Vor Ort: Ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr verbindet die wichtigsten Orte. Die Gästekarte bietet Ermäßigungen für Bus- und Bahnfahrten.
Frühling: Milde Temperaturen zwischen 10-15°C bieten ideale Bedingungen für die ersten Alpinwanderungen. Die Natur erwacht, und die Blumenpracht der Almen entfaltet sich.
Sommer: Temperaturen von 20-25°C sind perfekt für Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten. Juli und August sind die besten Monate zum Wandern.
Herbst: Der goldene Herbst lockt mit angenehmen Temperaturen um die 15°C und klarer Sicht auf die Berghorizonte.
Winter: Achen verspricht Schneesicherheit von Dezember bis März, mit Temperaturen zwischen -5°C und 0°C. Perfekte Bedingungen für Wintersportfans.
Besonderheiten: Der Föhn bringt gelegentlich warme Luft und klare Fernsicht, während im Sommer kurze, aber kräftige Regenfälle üblich sind.
- Hochplatte - Dominant in den Chiemgauer Alpen (1.588m)
- Wanderweg: Kampenwand Rundtour - Herrliche Aussichten und Almen
- Burgruine Falkenstein - Geschichtsträchtig auf einer Hügelkuppe
- Schloss Hohenaschau - Mittelalterliches Schloss mit Museum
- Hinterwössen Kletterwald - Abenteuer im Wald für die ganze Familie
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