Skinning

Aufstieg mit Fellen

Skinning, im Deutschen auch als "Mit Fellen aufsteigen" bekannt, ist eine essentielle Technik im Bereich des Skitourengehens und Splitboarding. Diese Methode ermöglicht es Bergsportlern, verschneite Hänge und Anstiege zu bewältigen, indem spezielle Felle auf die Ski oder das Splitboard angebracht werden, die das Abrutschen verhindern. Skinning eröffnet Wintersportlern Zugang zu unberührten, abgelegenen Bergregionen, die anders kaum erreichbar wären.

Detaillierte Erklärung

Beim Skinning werden sogenannte Steigfelle auf die Unterseite der Ski oder des Splitboards angebracht. Diese Felle bestehen aus synthetischen Materialien oder Mohair-Wolle, deren Fasern in eine Richtung ausgerichtet sind. Dadurch bieten sie in eine Richtung kaum Widerstand, gleiten also vorwärts, während sie in die andere Richtung – also rückwärts – stark bremsen. Diese Eigenschaft verhindert das Zurückrutschen am Hang und ermöglicht das effiziente Begehen von Schneehängen.

Die Technik des Skinnings ist eng mit dem Begriff des Tourengehens verbunden. Tourenbindungen, die sich für den Aufstieg lockern lassen, kombinieren optimal den Aufstieg mit dem späteren Abfahren. Beim Splitboarding wird das Snowboard in zwei Skihälften gespalten, um wie auf Tourenski aufsteigen zu können, bevor es zur Abfahrt wieder zusammengefügt wird. Moderne Technologien und Materialien, zum Beispiel leichte Alurahmen und spezielle Bindungen, haben das Skinning in den letzten Jahren sowohl zugänglicher als auch effektiver gemacht.

Praktische Anwendung

Bei der Anwendung dieser Technik ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Zuerst sollte man sicherstellen, dass die Felle richtig am Ski befestigt sind; sie sollten vollflächig auf der Lauffläche anliegen und keine Falten werfen. Die Felle müssen sauber, trocken und nicht verschmutzt sein, um ihre Funktionsfähigkeit nicht zu beeinträchtigen.

Die Wahl der Route spielt beim Skinning ebenfalls eine wesentliche Rolle. Zu steile Anstiege sollten vermieden werden, da sie mehr Kraft erfordern und die Gefahr des Abrutschens erhöhen. Stattdessen wird eine Zickzack-Route gewählt, die den Weg effizienter und sicherer macht. Die Spur sollte so angelegt sein, dass sie mit gleichmäßigen, rhythmischen Bewegungen begangen werden kann.

  • Optimal sind gleichmäßige Steigungen von etwa 15-20 Grad.
  • Regelmäßige Pausen helfen, die Kräfte einzuteilen.
  • Achte auf einen festen Stockeinsatz, um die Balance zu halten.

Sicherheitsaspekte

Beim Skinning ist besondere Vorsicht geboten, da alpine Gefahren, wie Lawinen und eisige Bedingungen, eine ernsthafte Bedrohung darstellen können. Eine fundierte Ausbildung in Lawinenkunde und die richtige Ausrüstung, wie ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Schaufel und Sonde, sind unerlässlich. Auch die Wetterbedingungen sollten genau beobachtet werden, da sie sich in den Bergen schnell ändern können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Beachtung der eigenen körperlichen Verfassung sowie die individuelle Anpassung der Route an das jeweilige Niveau der Gruppe. Ungeübte Personen sollten mit erfahrenen Tourenführern starten oder anfängliche Kurse besuchen, um die grundlegenden Techniken und Sicherheitsmaßnahmen zu erlernen.

Regionale Besonderheiten

In den Alpen ist das Skinning besonders populär, da die Berge eine Vielzahl an Skitourenmöglichkeiten bieten – von sanften, bewaldeten Hügeln bis hin zu anspruchsvollen, hochalpinen Routen. Auch in anderen deutschen Mittelgebirgen gibt es, je nach Schneelage, Gelegenheiten für diese Outdoor-Aktivität. In den Rocky Mountains oder den Pyrenäen finden sich ebenfalls renommierte Routen, wobei dort andere klimatische Bedingungen herrschen können, die besondere Beachtung erfordern.

Regionale Begriffe wie die "Jause", die in Österreich eine typische Brotzeit darstellt, sind vor allem in den Alpen von Relevanz, da längere Touren gut geplant und mit ausreichender Verpflegung gesund und sicher durchgeführt werden sollten.